Pilotversuch Mallorca verbietet Trinkgelage vorm Ballermann

Mit der nächtlichen Sangria-Party an der Promenade ist vorerst Schluss: Die Gemeinde von Palma de Mallorca will den Alkoholkonsum im Freien einschränken. Nach 22 Uhr müssen Trinkgelage in die Lokale verlagert werden, sonst droht Ärger mit der Polizei.

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Palma de Mallorca - In Palma de Mallorca darf ab sofort nur noch eingeschränkt unter freiem Himmel gezecht werden. Nach Medienberichten gelten in einem Pilotversuch seit dem Wochenende neue Regeln. Sie sollen Exzesse in der Öffentlichkeit eindämmen und den Alkoholkonsum in die Lokale verlagern.

Die Regelung für den Brennpunkt am Ballermann gelte zwischen 22 Uhr abends und 1 Uhr früh. Polizisten werden das Verbot überwachen. Sie sollen von einem Übersetzer begleitet werden und vorerst auf Strafmandate verzichten.

Das Alkoholverbot gilt zunächst bis 1. September an der Strandpromenade zwischen den Balnearios (Strandbars) 5 und 6. Letztere ist vor allem deutschen Touristen als Ballermann 6 bekannt. Eine ähnliche Regelung ist bereits seit 2011 an der innerstädtischen Seepromenade Paseo Marítimo in Kraft.

Für das kommende Jahr plant die Hauptstadt nach Angaben des "Mallorca Magazins", den Konsum alkoholischer Getränke auf den Straßen der Playa de Palma flächendeckend und 24 Stunden am Tag zu untersagen. Auch der Getränkeausschank in Eimern soll verboten werden. Der Gemeinderat von Palma de Mallorca reagiert damit auf negative Presseberichte über Open-Air-Trinkgelage und auf Beschwerden von Anwohnern über Ruhestörungen.

abl/dpa

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