Palma de Mallorca - Die Zahl der Badetoten auf Mallorca hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. In der abgelaufenen Sommersaison starben an den Stränden der spanischen Ferieninsel nach einer vorläufigen Bilanz der balearischen Regierung 25 Menschen.
Darunter waren nach Meldungen der vergangenen Wochen auch neun Deutsche. Im Jahr zuvor waren insgesamt zehn Tote gezählt worden, wie Medien am Mittwoch berichteten.
Die meisten Badetoten auf Mallorca sind Senioren. In vielen Fällen sei Fahrlässigkeit im Spiel. Die Opfer seien trotz gesundheitlicher Probleme ins Wasser gegangen oder hätten Anweisungen der Rettungsschwimmer nicht befolgt. Mehrere der Opfer erlitten im Meer einen Herzinfarkt.
Die meisten Badetoten gab es in Cala Millor. Dies liege jedoch nicht an mangelnden Sicherheitsvorkehrungen, sondern daran, dass dieser Strand im Osten Mallorcas bei älteren Menschen besonders beliebt ist, hieß es von der Regierung.
Die Initiative "blausand.de", die sich für mehr Sicherheit an Europas Stränden einsetzt, hatte dagegen kürzlich kritisiert, auf Mallorca gebe viel zu wenige Rettungsschwimmer.
abl/dpa
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