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Masern-Epidemie: Dringender Impf-Appell an Italien-Urlauber

Weil in Italien seit Wochen die Masern grassieren und schon Kinder gestorben sind, wollen Behörden eine Impf-Kampagne großen Stils anschieben. Auch Touristen sollten sich schützen.

Impfung in Neapel: Schon drei Kinder sind gestorben
DPA

Impfung in Neapel: Schon drei Kinder sind gestorben

Rom - Die Epidemie, von der vor allem die Provinz Campania und die Region Neapel betroffen sind, hat bereits drei Kinder das Leben gekostet. In den Krankenhäusern liegen viele Patienten, die an einer Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) oder anderen schweren Komplikationen als Folge einer Masern-Virus Infektion leiden. "Hauptgrund hierfür sind die sehr schlechten Durchimpfungsraten - im Süden des Landes gibt es Gebiete mit einer Quote von weniger als fünfzig Prozent", erklärte Dr. Donato Grecco von der staatlichen Gesundheitsbehörde in Rom.

Italien-Urlauber sollten ihren Impfschutz überprüfen, rät Klaus Gritz, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene, die die Krankheit in der Kindheit nicht durchgemacht haben oder nicht geimpft sind, könnten an Masern erkranken. "Ungeimpfte Touristen, die in betroffene Gebiete nach Italien reisen, sollten sich unbedingt impfen lassen", empfiehlt der Arzt.

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