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Mehr Billigflüge: Easyjet will ab Hamburg 15 neue Ziele anbieten

Ryanair bekommt im Norden verschärft Konkurrenz durch Easyjet: Der britische Billigflieger will sich in Hamburg eine zweite Basis in Deutschland schaffen. Im kommenden Jahr sollen von der Hansestadt aus 21 Ziele angeflogen werden, 15 mehr als bisher.

Michael Eggenschwiler, Carolyn McCall, Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz (v.l.n.r.): Easyjet will Angebot in Hamburg ausbauen Zur Großansicht
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Michael Eggenschwiler, Carolyn McCall, Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz (v.l.n.r.): Easyjet will Angebot in Hamburg ausbauen

Hamburg - Der Billigflieger Easyjet will den Standort Hamburg in seinem Flugnetz erheblich aufwerten. Ab dem kommenden Frühjahr werden zwei Airbus A319 in der Hansestadt stationiert, im Sommer ein dritter, teilte EasyJet-Chefin Carolyn McCall in der Hansestadt mit. Hamburg werde die 23. Basis im europäischen Netzwerk der Fluglinie. Damit verbunden seien 15 neue Verbindungen ab Hamburg.

Bislang fliegt Easyjet von Hamburg nur sechs Ziele an, künftig 21. Welche dies sein werden, will das Unternehmen erst im Oktober bekannt geben - wahrscheinlich sind unter anderen aber Palma de Mallorca, Barcelona und Moskau. Bei 170 Flügen pro Woche ab Sommer soll sich die Zahl der Passagiere auf mehr als eine Million verdoppeln. Zudem entstehen rund hundert neue Stellen für Flugbegleiter und Piloten.

Easyjet investiere bereits seit Beginn des Flugbetriebs 2005 regelmäßig in den Ausbau seiner Hamburger Kapazitäten, sagte McCall. Allein in den vergangenen zwölf Monaten (Stand August) habe sich die Zahl der Passagiere um 14,5 Prozent auf 525.000 erhöht. Am Hamburger Flughafen sei Easyjet mit einem Marktanteil von 3,8 Prozent bislang die viertgrößte Airline, im nächsten Sommer werde sich der Anteil auf zehn Prozent erhöhen.

Bislang hatte die britische Airline ihre einzige deutsche Basis auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld, wo sie mit einem Anteil von mehr als 62 Prozent der dominierende Anbieter ist. Dort fliegen etwa achtmal so viele Passagiere wie in Hamburg. Auch die Berliner Basis erhalte ein weiteres Flugzeug, das zusätzliche Frequenzen auf wichtigen Strecken anbieten soll. Damit steige die Kapazität um 13.000 Sitze im ersten Betriebsjahr.

Erst im vergangenen Jahr hatte der angeschlagene Easyjet-Konkurrent Air Berlin seine Präsenz in Hamburg deutlich reduziert. Damit gingen dem Flughafen rund 500.000 potenzielle Passagiere verloren, die nun durch Easyjet wieder ausgeglichen werden könnten.

"Dieser Schritt ist in vielerlei Hinsicht eine gute Nachricht für unseren Flughafen, unsere Stadt und die Menschen in ganz Norddeutschland", sagte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler. Nicht nur hätten die Reisenden aus der Region ein größeres Streckennetz zur Verfügung, sondern Hamburg werde auch für Menschen in ganz Europa leichter erreichbar.

abl/dpa

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