Bahn-Konkurrent: MeinFernbus.de will Streckennetz ab Berlin ausbauen

Von Berlin nach Leipzig für 8 Euro, nach Frankfurt am Main für 22 Euro. Mit diesen Preisen will das Start-up-Unternehmen MeinFernbus.de demnächst der Bahn Konkurrenz machen. Zu den beiden Strecken sollen bald weitere hinzukommen.

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DPA

Haltestelle am Frankfurter Hauptbahnhof: Die Bahn bekommt Konkurrenz

Berlin - Das Fernverkehrmonopol ist gefallen, die Bahn bekommt Konkurrenz: Zusätzlich zu den bereits buchbaren Strecken nach Leipzig und Frankfurt am Main, die ab dem 14. Februar angeboten werden, plant der Busbetreiber MeinFernbus.de weitere Verbindungen ab Berlin. "Wir wollen zehn neue Städte in Süddeutschland und Nordrhein-Westfalen anfahren", sagte der Sprecher des Start-ups, Florian Rabe. Er bestätigte damit einen Bericht des "Tagesspiegels".

Wie schnell die neuen Verbindungen angeboten würden, hänge von den Behörden ab. "Wir warten noch auf die Genehmigungen." Die konkreten Ziele wurden noch nicht genannt.

Fernbusse stellen seit Beginn dieses Jahres eine Alternative zu Mitfahrzentralen, Billigfliegern und Fernzügen der Bahn dar. Am 1. Januar fiel die historische Schutzklausel für die Schiene weg. Seitdem bringen sich junge Unternehmen wie MeinFernbus.de in Stellung. Sie haben keine eigene Flotte, sondern vermarkten Bustickets per Internet. Die Fahrzeuge stammen von mittelständischen Kooperationspartnern.

dpa/jus

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Irgendwie muss die Bahn
cirkular 04.02.2013
ja geknackt werden. Damit man sie dann günstig privatisieren kann. Wenn die Busse wenigstens Maut bezahlen müssten. Aber das hilft ja auch nichts. Die Maut geht ja auch schon an den Lobbyverein von VIFG.
2. Nicht gut
Mertrager 04.02.2013
Ist die Entwicklung für den Verkehr auf den Autobahnen. Nach meiner Erfahrung (Busfahrer) zeichnen sich Fernbusse durch überhöhtes Tempo (über 100) und hartnäckige Überholmanöver aus. Zudem steigt dadurch die Zahl der Busse und damit der LKW, die überholen dürfen. Dadurch wird die linke bzw. mittlere Spur verstärkt "dicht" gemacht.
3.
schnitteuk 04.02.2013
Zitat von cirkularja geknackt werden. Damit man sie dann günstig privatisieren kann. Wenn die Busse wenigstens Maut bezahlen müssten. Aber das hilft ja auch nichts. Die Maut geht ja auch schon an den Lobbyverein von VIFG.
"Lobby" ist hier ja wohl nur die Deutsche Bahn/Bundesbahn selbst, die über ein jahrzehntelang geltendes, durch nichts gerechtfertigtes Verbot von Linienfernbussen in Deutschland jegliche Konkurrenz vom Leib gehalten bekam. Dadurch konnte sie Monopolkonditionen durchsetzen, die im Wettbewerb nie standgehalten hätten. Das hat nun zum Glück ein Ende, und ich bin froh, dass es in Deutschland - wie in so vielen anderen Staaten - nun endlich dem Verbraucher zugetraut wird, selbst zu entscheiden, mit welchem Verkehrsmittel er seine Strecke zurücklegt.
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