Moskau Lenin-Mausoleum öffnet wieder für Besucher

Sanierung beendet: Acht Monate war Lenins Mausoleum auf dem Roten Platz geschlossen, jetzt dürfen wieder Besucher Moskaus berühmtesten Leichnam betrachten. Seine öffentliche Zurschaustellung ist jedoch umstritten.

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Moskau - Nach achtmonatiger Renovierung ist das Mausoleum für den kommunistischen Revolutionsführer Lenin (1870-1924) auf dem berühmten Roten Platz in Moskau wieder geöffnet. Der einbalsamierte Leichnam sei die gesamte Zeit an seinem Platz geblieben, sagte Sergej Dewjatow vom Staatlichen Wachdienst am Mittwoch der Agentur Itar-Tass. Wegen schwerer Bauschäden hatte das 1930 errichtete Mausoleum aus Granit erstmals grundlegend saniert werden müssen.

Das Gebäude sei mit Hilfe eines speziellen Verfahrens und mehr als 350 Stahlbetonpfählen auf dem instabilen Boden befestigt worden, sagte Dewjatow. Bis vor kurzem hatte ein weißes Zelt den charakteristischen Bau an der Kreml-Mauer verdeckt. Zu den ersten Besuchern gehörten etwa 20 Moskauer Grundschüler sowie mehrere ausländische Touristen.

Lenins aufgebahrter Körper ist eine beliebte Touristenattraktion. In Russland häufen sich allerdings zunehmend Forderungen, Lenin zu beerdigen. Auch Kulturminister Wladimir Medinski hatte sich dafür ausgesprochen. Dagegen protestieren wiederum Kommunisten, die Wladimir Iljitsch Uljanow auch mehr als 20 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion als Nationalhelden verehren.

sto/dpa

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