Unglück in Alaska Deutscher stirbt am Mount McKinley

Zwei Bergsteiger-Dramen binnen zweier Tage: Ein Mann aus Sachsen-Anhalt rutschte auf dem höchsten Berg Nordamerikas ab. Er fiel 300 Meter in die Tiefe - weil er nach einem Rucksack greifen wollte. Am Samstag starb ein deutscher Kletterer auf dem Mount Everest.

Der Mount McKinley: Mit 6194 Metern Nordamerikas höchster Berg
AP

Der Mount McKinley: Mit 6194 Metern Nordamerikas höchster Berg


Anchorage - Ein deutscher Bergsteiger ist auf dem Mount McKinley in Alaska in den Tod gestürzt. Bei dem Opfer handele es sich um einen 49 Jahre alten Mann aus Halle an der Saale, erklärten Sprecher des Denali Nationalparks am Montag. Der Mann war mehr als 300 Meter in die Tiefe gefallen, als er versucht habe, einen Rucksack zu greifen, der den Hang hinabrutschte, berichteten Zeugen. Der Unfall ereignete sich bereits am Freitag.

Der Bergsteiger war nicht durch ein Seil mit seinen zwei Weggefährten verbunden. Dabei kletterten die Männer in einer Passage, die die meisten Bergsteiger nur absolvieren, wenn sie mit einem Seil gesichert sind. Der Deutsche hatte nach seinem Aufstieg über die West-Buttress-Route bereits eine Höhe von knapp 5000 Metern über dem Meeresspiegel erreicht. Mit einer Gipfelhöhe von 6194 Metern ist der Mount McKinley der höchste Berg in Nordamerika.

Am Samstag verunglückte ein 61 Jahre alter Arzt aus Deutschland am Mount Everest tödlich. Der Mann soll nach Aussagen von Medizinern ein Gehirnödem aufgrund der großen Höhe erlitten haben. An dem Tag herrschte auf der Aufstiegsroute auf den mit 8850 Metern höchsten Gipfel der Erde besonders großer Andrang.

Nach Angaben nepalesischer Behörden sind dabei drei weitere Bergsteiger ums Leben gekommen: eine Kanadierin, ein Südkoreaner - und wie ein Sprecher der Bergwacht am Dienstag mitteilte, wurde nun auch die Leiche eines chinesischen Kletterers gefunden. Ein zunächst als vermisst gemeldeter Sherpa hingegen habe sicher das Basislager erreicht.

kha/dapd/Reuters



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Seite 1
Velociped 22.05.2012
1. Seil nicht gleich sicherer
Sich an andere Bergsteiger anzubinden macht die Sache nicht unbedingt sicherer. In vielen Fällen stürzt dann nicht einer sondern gleich alle. Sich am Fels oder im Eis zu sichern kann dagegen helfen - ist aber teilweise nicht möglich oder deutlich zeitaufwändiger.
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