Nach Qantas-Notlandung Lufthansa behält A380 einmalig am Boden

Für die Gäste des Qantas-Fluges QF32 ging die Notlandung ihrer Maschine glimpflich aus. Die Fluglinie sagte sämtliche Einsätze der weltgrößten Passagiermaschine vorerst ab - die Lufthansa hingegen lässt weiter fliegen. Nur in einem einzigen Fall wurde aus Sicherheitsgründen anders entschieden.

Airbus A380 der Lufthansa: Die Fluglinie änderte ihre Pläne nur geringfügig
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Airbus A380 der Lufthansa: Die Fluglinie änderte ihre Pläne nur geringfügig


Frankfurt/Main - Nach dem ersten ernsten Zwischenfall mit einem Airbus A380 hat die Lufthansa einen für Donnerstagabend geplanten Flug der Riesenmaschine von Frankfurt am Main nach Südafrika gestrichen. Die Passagiere wurden auf einen A340 umgebucht und würden nach Johannesburg geflogen, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Abend.

Grund sei die Notlandung eines A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas und die danach erfolgte zusätzliche Kontrollempfehlung des Triebwerksherstellers Rollce Royce. Wegen der Kürze der Zeit sei die zusätzliche Kontrolle der Triebwerke nicht mehr möglich gewesen.

Alle weiteren Flüge, darunter am Freitag nach Tokio, würden aber wie geplant stattfinden, sagte der Sprecher. Die drei A380-Maschinen der Lufthansa würden während der Bodenzeiten in Frankfurt sowie im Ausland zusätzlich gecheckt. Zuvor hatte ein Sprecher des Konzerns angekündigt, nach dem Vorfall das Gespräch mit dem Triebwerkhersteller Rolls-Royce zu suchen.

Ein A380 der Fluggesellschaft Qantas mit 459 Menschen an Bord war am Donnerstagmorgen in Singapur notgelandet, nachdem offenbar ein Triebwerk explodiert war. Die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. Qantas lässt danach seine gesamte A380-Flotte vorerst am Boden, Singapore Airlines schloss sich dem an.

Die Suche nach den Schuldigen

Airbus sucht unterdessen nach der Ursache für den Zwischenfall, nach Angaben von Firmenchef Tom Enders ist dieser noch völlig unklar. Der "Bild"-Zeitung sagte er, Airbus habe ein Team von Experten nach Singapur geschickt, um bei der Ursachenforschung zu helfen. Mit dem Triebwerkshersteller Rolls Royce sei ein Inspektionsplan aufgestellt worden. "Der sieht vor, vorsorglich alle Rolls-Royce-Motoren zu untersuchen."

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can/dapd/Reuters



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Hans58 04.11.2010
1. Kein Titel
Zitat von sysopFür die Gäste des Qantas-Fluges QF32 ging die Notlandung ihrer Maschine glimpflich aus. Die Fluglinie sagte sämtliche Einsätze der weltgrößten Passagiermaschine vorerst ab - die Lufthansa hingegen lässt weiter fliegen. Nur in einem einzigen Fall wurde aus Sicherheitsgründen anders entschieden. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,727363,00.html
In einem einzigen Fall...von 3 Maschinen bleibt eine am Boden, das sind 33,3 % ...ein Drittel......:)
aat 05.11.2010
2. Sicherheit
Zitat von sysopFür die Gäste des Qantas-Fluges QF32 ging die Notlandung ihrer Maschine glimpflich aus. Die Fluglinie sagte sämtliche Einsätze der weltgrößten Passagiermaschine vorerst ab - die Lufthansa hingegen lässt weiter fliegen. Nur in einem einzigen Fall wurde aus Sicherheitsgründen anders entschieden. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,727363,00.html
Aus Sicherheitsgründen müßten natürlich ALLE A380 der Lusthansa am Boden bleiben, bis das Problem geklärt ist. So wie das auch andere Airlines tun. Dummerweise geht es bei den Airlines aber in erster Linie um's Geldverdienen und erst dann kommt die Sicherheit. Lufthansa zeigt das mit brutaler Deutlichkeit. Ich möchte kein LH-Passagier in den nächsten Tagen sein, jede noch so kleinste Unregelmäßigkeit während des Fluges würde wohl unausweichlich zum schnellen Herztod führen...
squamp 05.11.2010
3. na und
Zitat von Hans58In einem einzigen Fall...von 3 Maschinen bleibt eine am Boden, das sind 33,3 % ...ein Drittel......:)
Ja und , toll gerechnet, mehr auch nicht ;-). Eine A380 hat vier Triebwerke. Wenn eins den Geist aushaucht gibts immer noch drei andere.
HerrHirnbeiss 05.11.2010
4. nicht ganz richtig
Der Flug Tokyo - Frankfurt (LH711) wurde ebenfalls abgesagt und nachdem die Maschine in Tokyo steht, wird wohl auch in den naechsten Tagen kein A380 fliegen. Spiegel: Nicht immer nur die Pressesprecher zitieren sondern bitte auch selber recherchieren.
wollmuetze 05.11.2010
5. Zwei Drittel
Zitat von Hans58In einem einzigen Fall...von 3 Maschinen bleibt eine am Boden, das sind 33,3 % ...ein Drittel......:)
Inzwischen sind es zwei Drittel. LH711 von Tokio nach Frankfurt ist ebenfalls abgesagt.
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