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Ende des Warnstreiks: Frankfurter Flughafen ist wieder im Regelbetrieb

Lufthansa-Maschine im Landeanflug über Frankfurt am Main: Sie fliegen wieder Zur Großansicht
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Lufthansa-Maschine im Landeanflug über Frankfurt am Main: Sie fliegen wieder

Dutzende Reisende mussten in der vergangenen Nacht am Frankfurter Flughafen ausharren, der Betrieb war nahezu lahmgelegt. Doch jetzt ist der Warnstreik vorbei. Seit fünf Uhr starten und landen die Flieger wieder im Regelbetrieb.

Frankfurt am Main - Der Frankfurter Flughafen hat nach einem Warnstreik der Sicherheitsleute seinen Betrieb wieder aufgenommen. Seit fünf Uhr starten und landen die Flugzeuge wieder im Regelbetrieb, wie eine Sprecherin der Flughafengesellschaft Fraport am frühen Samstagmorgen sagte. Das Bodenpersonal sei normal zur Arbeit erschienen.

Etliche Fluggäste hatten laut der Sprecherin die Nacht auf Feldbetten verbracht. Daher könne es noch zu Verzögerungen bei der Abfertigung kommen. Für den Flugbetrieb rechnete sie aber nicht mit größeren Beeinträchtigungen. Die ersten Sicherheitsleute hatten bereits am Freitagabend um 23 Uhr die Arbeit wieder aufgenommen, wie ein Fraport-Sprecher sagte.

Der Warnstreik hatte Deutschlands größten Flughafen am Freitag nahezu lahmgelegt. In den Terminals drängten sich zeitweise Tausende Fluggäste. Weil das Personal an den Passagierkontrollen fehlte, erreichten nur wenige Reisende rechtzeitig ihre Maschinen.

Die Mitarbeiter der Bereiche Personenkontrolle, Frachtkontrolle, Flughafensicherheit und Services hatten die Arbeit für 21 Stunden niedergelegt. Die Gewerkschaft Ver.di fordert für die Sicherheitsleute einen einheitlichen Stundenlohn von 16 Euro.

aar/dpa

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insgesamt 18 Beiträge
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1. Wann hört das endlich auf?
doc111 22.02.2014
Es ist wirklich unglaublich, wie bestimmte Gewerkschaften ganze Menschenmassen in Geiselhaft nehmen. Gerade die dauer-unfreundlichen Sicherheitskontroll-Angestellten, die zu Zeiten von "Nomalbetrieb" des Fraport die Reisenden schon über Gebühr nerven, wollen jetzt für ihre mäßige Leistung 16 Euro die Stunde! In anderen Ländern geht das wesentich freundlicher, kompetent und mindestens genauso sicher wie hier. Mit dem Streik nehmen sie in Kauf, dass Geschäftsabschlüsse platzen, Urlaubsreisen, auf die die Menschein lange gespart haben, zerplatzen, etc. etc. Das muss aufhören! Die GroKo muss hier unbedingt Reformen des Streikrechts auf den Weg bringen.
2. Gewerkschaften? Nein - Danke!
matvering 22.02.2014
Es gab einmal eine Zeit, da waren Gewerkschaften wichtig und notwendig. Sie haben die Not wenden können, in die Arbeiter getrieben wurden durch gierige und ausbeuterische Kapitalisten. Diese Zeiten sind schon lange vorbei. Heute sind Gewerkschaften oft selbstsüchtige Interessenvertreter, die sich in nur Wenigem von den damals zu Recht so stark bekämpften Kapitalisten unterscheiden, aber oft leider ganz genau so agieren. Die eigenen Interessen werden rücksichtslos durchgesetzt und große Teile der Bevölkerung werden in "Sippenhaft" genommen, um die Erfüllung der eigenen oft maßlosen Ansprüche zu erpressen. Eine moderne Gesellschaft braucht solche egoistischen Gewerkschaften ganz sicher nicht mehr. Früher haben Gewerkschaften zu einem besseren Zusammenleben in der Gesellschaft, zur Teilhabe und zum Gemeinwohl beigetragen. Heute erweisen sie sich als Sprengkraft, die notwendigen gesellschaftlichen Zusammenhalt zerstört. Gemeinwohl? Ja - Bitte! Gewerkschaften? Nein - Danke!
3. Muss mehr passieren
kritischerleser50 22.02.2014
Hallo doc111, ich stimme Ihnen in den meisten Punkten zu. Ich habe auch den Eindruck, dass hier Verhältnismäßigkeiten nicht mehr beachtet werden (siehe auch Lokführerstreiks u.ä.). Allerdings - was will man den Angestellten (und VERDI) denn entgegenhalten, wenn unsere Bundestagsabgeordneten sich mal eben ihr Einkommen um etwa 10 % erhöhen. Wenn dann von denselben Politikern, wie geschehen,den Gewerkschaften "Maßhalten" empfohlen wird, ist das doch wohl nur ein schlechter Witz (Wasser predigen, Wein trinken). Sind nicht wir alle, mit unserer "es kann gar nicht billig genug sein"-Mentalität mit Schuld an vielen schlechten Bezahlungen ? Und wenn Angestellte auf diese Art und Weise einmal zeigen, dass sie mehr sind als "Kostenstellen", kann ich das durchaus verstehen.
4. Stopp
Malshandir 22.02.2014
So etwas darf so nicht weitergehen. der gesetzgeber MUSS hier die Gewerkschaften bzw. Streikenden in die Verantwortung nehmen und zwar muessen diese dann die Schaeden aus der eigenen tasche zahlen. Hier gezahltssteigerungen von 50% zu fordern ist unverschaemt. man muss bedenken, es sind ungelernte Hilfsarbeiterjobs. Man schaedigt hier vorsaetzlich andere. Als Betreiber wuerde ich alle fristlos entlassen, den Firmensitz ins Ausland verlegen, mit den Mitarbeitern nur auslaendische Arbeitsvertraege abschliessen und schluss. in vielen Laendern bekommen die Leute fuer den job 8 Euro und weniger die Stunde. Leider ist mir keiner dieser Streikenden in die Haende gefallen, den haette ich schon meine Meinung gegeigt. Man muss sehen, die Leute sind faul, unfreundlich.
5. ...
MartinS. 22.02.2014
Zitat von MalshandirSo etwas darf so nicht weitergehen. der gesetzgeber MUSS hier die Gewerkschaften bzw. Streikenden in die Verantwortung nehmen und zwar muessen diese dann die Schaeden aus der eigenen tasche zahlen. Hier gezahltssteigerungen von 50% zu fordern ist unverschaemt. man muss bedenken, es sind ungelernte Hilfsarbeiterjobs. Man schaedigt hier vorsaetzlich andere. Als Betreiber wuerde ich alle fristlos entlassen, den Firmensitz ins Ausland verlegen, mit den Mitarbeitern nur auslaendische Arbeitsvertraege abschliessen und schluss. in vielen Laendern bekommen die Leute fuer den job 8 Euro und weniger die Stunde. Leider ist mir keiner dieser Streikenden in die Haende gefallen, den haette ich schon meine Meinung gegeigt. Man muss sehen, die Leute sind faul, unfreundlich.
Also ein Streik, wie jeder andere - es liegt im Wesen des Streiks, das man anderen vorsätzlich Schaden zufügt, um damit eben den Arbeitgeber unter Druck zu setzen. (kann nicht liefern, kann den Betrieb nicht aufrecht erhalten) Ihre Lösung wird seit vielen Jahren bereits praktiziert: Arbeitsplätze werden abgebaut und ins Ausland verlagert.... neu ist das nicht Ein Vergleich mit den Löhnen in anderen Ländern ist zumeist nicht zweckdienlich. Dazu müsste man die Gesamtsituation mit Abgabenlast und Lebenshaltungskosten bei ähnlichem Lebensstandard vergleichen... so etwas dürfte den Rahmen sprengen und somit einen reinen Zahlenvergleich nicht zulassen. Aber eins stößt natürlich ganz böse auf: Wenn man hier mit Beleidigungen um sich wirft und mal pauschal die ganze Berufsgruppe als faul und unfreundlich abkanzelt, disqualifiziert man seine eigene Aussage meiner Meinung nach direkt. Und um es mal ganz deutlich zu sagen - das Streikrecht ist gesetzlich verankert und die einzige Möglichkeit, in einer entsprechenden Arbeitssituation sowas wie Verhandlungsmacht gegenüber dem Arbeitgeber zu bekommen. Ich mag ja in meiner Tätigkeit in der Position sein, selbst über mein Einkommen zu verhandeln und Forderungen zu stellen. Aber je weiter "unten" man in der Hierarchie steht, desto weniger Möglichkeiten hat man hierbei.
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