Nach Stromausfall Hamburger Flughafen nimmt am Montagmorgen Betrieb wieder auf

Ein Stromausfall hatte den Hamburger Flughafen am Sonntag lahmgelegt, mehr als 30.000 Menschen waren betroffen. Ab Montagmorgen sollen die ersten Maschinen wieder starten und landen.

Wartende am Hamburger Flughafen
DPA

Wartende am Hamburger Flughafen


Nach einem Stromausfall soll der Hamburger Flughafen am Montag um 6 Uhr seinen Betrieb wieder aufnehmen. Das teilte das Unternehmen in der Nacht auf Twitter mit. Allerdings wird es auch am Montag zu Beeinträchtigungen im Flugverkehr kommen. Es seien die Airlines, "die entscheiden, ob ein Flug stattfindet oder gestrichen wird", hatte der Flughafen zuvor getwittert.

Ein Kurzschluss hatte am Sonntag zu dem stundenlangen Stromausfall geführt, der Flughafen stellte daraufhin seinen Betrieb ein. Tausende Passagiere hatten stundenlang teils vor dem Gebäude ausgeharrt, in der Hoffnung, doch noch abfliegen zu können. Von den Flugausfällen dürften nach Angaben des Flughafens mehr als 30.000 Passagiere betroffen gewesen sein.

Der Flughafen hatte am Sonntag mitgeteilt, die Ursache für den Kurzschluss gefunden zu haben. Nähere Details sind allerdings nicht bekannt. Es gibt bisher keine Erklärungen dafür, warum der Flughafen so massiv getroffen wurde.

Video: Hamburger Flughafen lahmgelegt

Ayla Mayer

Nach der Ankündigung, dass keine Flüge mehr starten würden, machten sich am Nachmittag viele auf den Heimweg oder ins Hotel. Der Flughafen und das Rote Kreuz stellten auch Feldbetten im sogenannten Terminal Tango auf, rund 90 Menschen verbrachten nach Angaben des Airports dort die Nacht. "Wir bringen alles auf, um es einigermaßen erträglich für die Menschen zu machen", sagte eine Flughafensprecherin.

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Hamburger Flughafen: Kein Strom, kein Flugbetrieb

Der Hamburger Airport ist mit mehr als 17 Millionen Passagieren jährlich nach Angaben des Flughafenbetreibers der fünftgrößte in Deutschland. An normalen Tagen gebe es üblicherweise rund 200 Starts sowie 200 Landungen.

aar/dpa/AFP



insgesamt 3 Beiträge
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cirus27 04.06.2018
1. es ist nicht nur hamburg
ich sitze hier seit gestern mittag in helsinki fest und weiß auch jetzt noch nicht, ob und wie ich hier wegkomme. der schaden ist immens, sicherlich sind tausende - und nicht nur ferienflieger, ich z. b. bin gestern aus Beijing hier angekommen - betroffen. ich bin gespannt, wie der flughafen hamburg ggf. mit regreßansprüchen, nicht nur der Fluglinien, sondern auch der Passagiere, umgeht. höhere gewalt? aber nicht doch. wenn in meinem verantwortungsbereich was auch immer passiert, hafte ich auch. freue mich schon auf die grüße meiner kunden aus berlin... endlich, endlich, auch mal hamburg.
Marzus1 04.06.2018
2. Kommunikation
Die meisten Beobachter werden sich einig sein, dass der Komplettausfall nicht passieren DARF. Vor allem nicht in einem Land, dessen Reputation auf Ingenieurskunst beruht. Genau so einig wird man sein, dass der Ausfall passieren KANN. Der eigentliche Skandal - und zwar in doppelter Hinsicht - ist aber, wie hilflos der Flughafen kommuniziert hat. Jede(r) Erstsemester in Kommunikation lernt die Bedeutung von Krisenkommunikationsplänen. Beim Flughafen Hamburg weiß man davon offenbar nichts - oder man interessiert sich nicht dafür. Wie so häufig bleibt der Kunde auf der Strecke. Das zweite Problem ist der unerhörte Versuch, die Verantwortung für die Kommunikation auf die Fluggesellschaften abzuwälzen. Die mögen zwar formal zuständig sein, hängen aber zu 100% vom Flughafen ab. Dass man sie nicht nur im Regen stehen lässt, sondern sogar versucht, den Passagieren zu suggerieren, nur die Airlines könnten Auskunft geben, ist schlicht schofel.
poisonnuke 04.06.2018
3. Und was genau war jetzt die Ursache?
ein einfacher Kurzschluss KANN niemals zu so einem weitreichenden Problem führen. Das ist nur möglich, wenn der Flughafen eine einzige Stromversorung für sämtliche Bereiche hat und auch nur einen Generator und genau am Hauptanschluss oder davor ein Kurzschluss entstanden ist. Dafür muss aber schon irgendwas exrtem schieflaufen.
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