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Nach YouTube-Video: Witziger Steward kündigt bei Air Berlin

"Noch lachen Sie!" Ein Steward von Air Berlin hat mit großem Erfolg seine Gäste an Bord unterhalten. Nur sein Arbeitgeber war nicht amüsiert. Jetzt hat der als "fröhlicher Franke" bekannt gewordene Mann seine Kündigung eingereicht.

Nürnberg/Berlin - Er hatte mit seinen launigen Sicherheitsansagen viele Fluggäste erheitert, ein Video auf YouTube wurde mehr als eine Million Mal angeklickt. Aus angeblichem Ärger mit seinen Chefs hat ein Air-Berlin-Flugbegleiter jetzt das Handtuch geworfen. Auf Facebook teilte der 32-jährige Bernd Löwisch mit, dass er den Entschluss gefasst habe "zu gehen".

Eine Sprecherin der Air Berlin teilte am Dienstag mit, dass der Flugbegleiter "auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen hat". Dessen Facebook-Hinweis, Air Berlin habe ihn nach einem Gespräch ungeachtet der vielen positiven Fluggast-Reaktionen auf seine Ansagen abgemahnt, wollte die Sprecherin nicht kommentieren.

Ein wohl von einem Fluggast aufgenommenes Video zeigt den Mann, wie er bei einem Flug nach Nürnberg die Passagiere "an Bord der leidenschaftlichen Vollblut-Kanadierin" (Flugzeug eines kanadischen Herstellers) begrüßt und die Sicherheitseinweisung seiner Stewardessen-Kollegin als "Tanzeinlage" bezeichnet. Auf die Notausgänge verwies er mit den Worten: "Sollte der Flug nicht Ihrem Standard entsprechen, haben sie vier Möglichkeiten, die Maschine fluchtartig zu verlassen."

Die Air-Berlin-Sprecherin sagte: "Wir sind nicht humorlos. Aber bei den Sicherheitsinstruktionen geht es um ein bestimmtes Reglement, um Mindeststandards. Da hat es an Ernsthaftigkeit gemangelt." Das könne im Notfall zu Missverständnissen führen. "Sicherheit steht bei uns an erster Stelle." Bei den Ansagen seien die Flugbegleiter an ein Betriebshandbuch mit entsprechenden Vorgaben des Luftfahrtbundesamtes gebunden.

abl/dpa

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