Nationalpark Khao Yai wird 55 Wo die gefährdeten Tiere wohnen

Vor 55 Jahren wurde Thailands ältester Nationalpark Khao Yai eröffnet. Google feiert den Jahrestag mit einem Doodle.


Der Nationalpark Khao Yai ist der älteste Nationalpark Thailands. Er umfasst eine Fläche von knapp 2200 Quadratkilometern und ist damit der drittgrößte Park des Landes. Er liegt größtenteils in der Provinz Nakhon Ratchasima im Nordosten des Landes, etwa 170 Kilometer von Bangkok entfernt. Weitere Teile des geschützten Gebietes liegen in angrenzenden Provinzen.

Eröffnet wurde der Park am 18. September 1962. Zusammen mit vier anderen Naturschutzgebieten gehört er seit dem 14. Juli 2005 zum Weltkultur- und Naturerbe der Menschheit der Unesco ("Dong-Phaya-Yen und Khao-Yai-Waldkomplex"). Das gesamte Gebiet umfasst knapp 6200 Quadratkilometer.

Die Entstehungsgeschichte von Khao Yai ist eine traurige. Nach dem Zweiten Weltkrieg rotten Jäger die Population von Krokodilen und Tigern in Thailand nahezu aus. Teakbäume werden im thailändischen Dschungel gerodet. Der Naturschützer Boonsong Lekakun bemüht sich zehn Jahre lang darum, ein Naturschutzgebiet einzurichten, schreibt Briefe an die Regierung und Artikel. Premierminister Sarit Thanarat fliegt mit dem Umweltschützer über das Dong Phaya Yen Gebirge und sieht das zerstörte Gebiet. Schließlich wird 1962 der National Park Act beschlossen. Seit dem Erlass dieses Naturschutz-Gesetzes gibt es über Hundert geschützte Gebiete in Thailand.

Screenshot/Google.de

Der Nationalpark Khao Yai bietet verschiedene Landschaftsarten und beheimatet über 2.000 unterschiedliche Arten von Pflanzen. Außerdem entspringen fünf Flüsse dem Naturschutzgebiet. Die Durchschnittstemperatur beträgt 23 Grad.

Für viele Tiere sind der Nationalpark Khao Yai und die angrenzenden Naturschutzgebiete zu einem Refugium geworden. Über hundert Säugetierarten leben in Khao Yai und den benachbarten Parks. Der Asiatische Elefant und der Indochinesische Tiger, in Südostasien in vielen Gebieten bereits ausgerottet, leben hier. Außerdem bietet er Schutz für Wildrinder, Wasserbüffel, Elefanten, Hirsche, Antilopen, Leoparden und andere Wildkatzen, Bären, Affen und Vögel.

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