Naturpark in Spanien: Greenpeace verhüllt illegal gebautes Hotel

Greenpeace holt die grüne Plane raus: Aus Protest gegen die Verschandelung der spanischen Küste haben die Umweltschützer ein Hotel verhüllt. Das illegal im Naturpark Cabo de Gata errichtete Haus steht seit langem leer.

Almería - Fast 30 Prozent der Mittelmeerküste Spaniens sind zubetoniert - und eines der Klötze ist eine illegal errichtetes Hotel bei Almería. Aus Protest gegen die Verschandelung der Küste hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace das in den Jahren 2005 und 2006 errichtete Hotel Algarrobico mit einer riesigen grünen Plane verhüllt und den Abriss des Gebäudes gefordert.

Etwa 60 Mitglieder der Organisation beteiligten sich am Donnerstag an der Aktion gegen das Hotel am Strand des Nationalparks Cabo de Gata bei Almería, das seit seinem Bau leer steht. Zusätzlich zu der 18.000 Quadratmeter großen Plane stellten sie ein großes Transparent mit der Aufschrift "Parque natural sin hotel ilegal" (Naturpark ohne illegales Hotel) auf. Ungeachtet mehrerer entsprechender Gerichtsentscheidungen wurde das Hotel bislang nicht abgerissen.

Laut einer von der Regierung in Auftrag gegebenen und im vergangenen November veröffentlichten Studie sind aufgrund des Baubooms im Zusammenhang mit dem Massentourismus mittlerweile 27,5 Prozent der spanischen Mittelmeerküste zubetoniert - gegenüber 16 Prozent im Jahr 1987.

abl/AFP

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