Fährschiff-Passagiere und Strandspaziergänger an der nordostaustralischen Küste staunten am Freitagmittag nicht schlecht: Sie sahen einen himmelblauen Hyundai Getz, im Wasser der Moreton Bay, umspült von leise schwappenden Wellen. Seine Fahrer konnten sich längst an Land retten: drei japanische Touristen, die dem Navigationsgerät in ihrem Mietwagen zu viel Glauben geschenkt hatten.
Die drei Studenten aus Tokio wollten einen Tagesausflug zu der Insel Stradbroke in Cleveland unternehmen, 16 Kilometer östlich von Brisbane, wie die lokale australische Zeitung "The Redland Times" berichtet. Doch ihr GPS-Gerät vergaß die 15 Kilometer Wasser zu erwähnen, die zwischen Festland und Insel liegen.
Bei Ebbe führte es die 21-jährige Fahrerin Yuzu Noda und ihre beiden gleichaltrigen Freunde zunächst über eine Schotterstraße und dann mitten in den Matsch. Das Navi "hat uns gesagt, dass wir hier runterfahren können", sagte Noda der Zeitung. Nach 500 Metern war Schluss - der Kleinwagen blieb bis zu den Achsen im Watt stecken. Als einige Zeit später die Flut kam, war das Auto schnell im Wasser versunken.
Als Mietwagen war der Hyundai versichert, die Navi-gläubigen Studenten, die am Samstag in ihre Heimat zurückfliegen, müssen wohl dennoch 1500 Dollar zahlen. "Wir kommen wieder nach Australien", sagte Noda, "alle sind so freundlich, sogar heute."
abl
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