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Ein Jahr nach der Lawine: Nepal will sicherere Route zum Everest-Gipfel einrichten

Vor einem Jahr sind bei einer Lawine am Mount Everest 16 Sherpas ums Leben gekommen. Eine geänderte Route soll den Aufstieg auf den höchsten Berg der Welt sicherer machen - einfacher wird sie aber nicht.

Aufstieg zum Mount Everest: Sicherere Route, aber schwieriger Zur Großansicht
DPA

Aufstieg zum Mount Everest: Sicherere Route, aber schwieriger

Katmandu - Nach dem Tod von 16 nepalesischen Bergführern am Mount Everest soll für die kommende Saison eine sicherere Route zum Gipfel vorbereitet werden. Sie soll die Stelle zwischen Basiscamp und Camp 1 umgehen, an der im April 2014 eine Lawine abging.

"Wir glauben, dass die Lawinengefahr auf der linken Seite des Khumbu-Eisbruchs wächst, daher werden wir eine zentralere Route benutzen, auf der es kaum ein derartiges Risiko gibt", sagte Ang Dorji Sherpa, Chairman des Sagarmatha Pollution Control Committee dem britischen Sender BBC. Das Komitee ist für den Bau der Aufstiegsroute zuständig. Allerdings werde der Weg dann auch schwieriger und zeitraubender.

Die neue Strecke ist schon früher genutzt worden. Sie wurde in den Neunzigern durch die weiter westlich liegende Route abgelöst, die schneller zu durchklettern ist - auch für weniger gute Bergsteiger. Die Entscheidung über den genauen Verlauf soll dem nepalesischen Bergsteigerverband zufolge im März fallen, bevor im April die Seile und Leitern für die Kletterer ausgelegt werden. Die Ausrüstung sei bereits importiert worden.

Kletterlizenz für Mount Everest wird verlängert

Eine Forderung der Sherpa nach dem Unglück war, dass Helikopter zugelassen werden sollten, um schwere Lasten bis ins Camp 1 oberhalb des Khumbu-Eisbruchs zu transportieren. Damit wollten sie erreichen, dass die Träger nicht 30- bis 40-mal in einer Saison die gefährliche Stelle durchklettern müssen. Die nepalesischen Veranstalter sind jedoch dagegen. Das nepalesische Recht erlaube den Einsatz außer zu Rettungsaktionen aus Rücksicht auf die Natur nicht.

Die Regierung will nach eigenen Angaben die Lizenzen für die Bergsteiger verlängern, die im vergangenen Jahr nach dem Unfall auf ihre Touren verzichten mussten. "Wir hatten den Bergsteigern versichert, dass ihre Erlaubnis für die nächsten fünf Jahre gültig sein würde, nachdem sie letztes Jahr nicht klettern konnten", sagte Gyanendra Kumar Shrestha vom Tourismusministerium. Die Behörde müsse die Klettertermine und Lizenzen aber noch neu ordnen.

abl/dpa

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1. Errichtet doch endlich
diechefin 19.02.2015
Eine Seilbahn zum Everest, dann kann jeder da rauf. Noch ein schönes Gipfel Kaffee dann ist auch dort die Natur bezwungen .
2. Tssssssss
quark@mailinator.com 19.02.2015
Baut ne klimatisierte Seilbahn ... oder besser, sperrt das Ding komplett. Ich steige gern auf Berge, aber das hat dort nichts mehr damit zu tun.
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