"Neue 7 Naturwunder" Expertenjury wählt Schwarzwald ins Finale

Attraktionen-Wettkampf im Netz: Aus 28 Finalisten können Internet-Nutzer die "neuen sieben Naturwunder" wählen. Unter den Favoriten sind Amazonas, Grand Canyon und Great Barrier Reef - doch auch der Schwarzwald und das Matterhorn haben Chancen.


Der Schwarzwald ist im Finale einer im Internet veranstalteten Wahl der sieben Naturweltwunder. Auf ihrer Internet-Seite veröffentlichte die Schweizer Organisation New7Wonders eine Liste mit 28 Vorschlägen, die eine Expertenkommission aus Hunderten Eingaben aus etlichen Ländern der Welt und einer ersten Vorauswahl aufgestellt hatte.

Der Schwarzwald konkurriert dabei in der Gruppe "Wälder, Nationalparke und Naturschutzgebiete" mit den Amazonas-Wäldern, dem karibischen Nationalpark El Yunque, dem Grand Canyon, dem Sundarbarns-Wäldern im indischen Ganges-Delta und dem Yushan-Nationalpark in Taipeh.

Das Expertengremium unter Leitung des früheren Unesco-Direktors Federico Mayor kürte die 28 Finalisten nach Angaben von Initiator Bernhard Weber nun unter Berücksichtigung geografischer Ausgewogenheit, Vielfalt und Bedeutung für das menschliche Leben.

Erfreut sei er darüber, dass auch Stätten, die wie etwa das Tote Meer in mehr als einem Land liegen, unter den Nominierungen sind, denn dies fördere eine Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. An der öffentlichen Abstimmungsrunde zur Ermittlung der Sieger können per Internet und Telefon Interessierte in aller Welt teilnehmen. Die Sieger sollen 2011 bekanntgegeben werden.

2007 kürte die Organisation in Anlehnung an die sieben Weltwunder der Antike bereits sieben "neue Weltwunder". Auf die Liste der bemerkenswerten Bauwerke der Menschen schafften es die Chinesische Mauer, die Felsenstadt Petra in Jordanien, die peruanischen Inka-Ruinen Machu Picchu, das Kolosseum in Rom, das Grabmal Taj Mahal in Indien, die Christus-Statue in Rio und die Ruinenstätte Chichén Itzá auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán.

Als ihr Ziel nennt die New7Wonder-Stiftung die Förderung der kulturellen Vielfalt. Einnahmen aus der Vermarktung der Initiative sollen dem Erhalt von Kultur- und Naturdenkmälern zugute kommen. Damit wolle man das Wissen und die Wertschätzung der Umwelt weltweit fördern. "Wenn wir oder unsere Kinder etwas retten wollen, müssen wir es erst zu schätzen wissen", sagte Weber.

sto/AP/AFP/ddp



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