Neue Bahn-Panne ICE im Eisenacher Bahnhof gestoppt

Ein ICE mit Neigetechnik ist auf seiner Fahrt von Dresden nach Frankfurt gestoppt worden: Im Bahnhof von Eisenach mussten Reisende ihren Wagen verlassen, ein Teil des Zuges blieb im Bahnhof zurück. Berichte über Schäden an der Radachse wies die Bahn zurück.


Eisenach - Erneut musste die Fahrt eines ICEs wegen einer technischen Störung unterbrochen werden. Am Freitag wurde der Triebwagen des ICE 1546 von Dresden nach Frankfurt beim Halt in Eisenach abgekoppelt. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn bestätigte eine entsprechende Meldung der "Thüringer Allgemeinen".

Untersuchung des entgleisten ICE in Köln: "Sehr ärgerlich"
DDP

Untersuchung des entgleisten ICE in Köln: "Sehr ärgerlich"

Schuld sei eine fehlerhafte Wärmeanzeige, sagte Bahnsprecher Holger Auferkamp gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Der ICE mit Neigetechnik habe auf dem Weg von Dresden nach Frankfurt/Main im Bahnhof Eisenach angehalten. Ein sogenanntes Heißläufer-Ortungsgerät für die Bremsen habe angeschlagen. Vom Typ ICE-T mit Neigetechnik hat die Bahn nach Angaben auf ihrer Internetseite 71 Züge in Betrieb.

Die "Thüringer Allgemeine" hatte berichtet, dass der Verdacht eines Schadens an der Radachse bestehe. Dies dementierte der Sprecher. "Die Sache hat definitiv nichts mit Achsen und Rädern zu tun."

Bei einer Untersuchung sei später kein Defekt an den Bremsen festgestellt worden. Die Sache sei ärgerlich. "Es bestand aber keine Gefahr.", so Auferkamp. Die Reisenden in dem betroffenen Triebwagen seien in einen anderen Wagen für die Weiterfahrt umgestiegen.

Ein ICE-3 war am 9. Juli im Kölner Hauptbahnhof wegen einer defekten Radsatzwelle entgleist. Darauf hin wurden alle 61 Züge dieses Typs untersucht.

amz/AP/Reuters/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.