Neue EU-Regeln in Sicht 100 Milliliter dürfen mit an Bord

Die Luftfahrtexperten der EU-Staaten haben sich auf neue Beschränkungen fürs Handgepäck verständigt. Wegen der Terrorgefahr dürfen Fluggäste demnach maximal 0,1 Liter Flüssigkeit an Bord nehmen - dies entspricht einer Flasche Hustensaft. Zudem gelten Höchstmaße für das Gepäckstück.


Brüssel – Die EU-Kommission wird voraussichtlich nächste Woche über die Neuregelungen entscheiden, Anfang November könnten sie in Kraft treten. Wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte, müssen die mitgebrachten Behälter in einem durchsichtigen Plastikbeutel stecken, der nicht mehr als einen Liter fassen darf. Unter bestimmten Auflagen dürften die Passagiere aber in den Läden für zollfreien Einkauf an den Flughäfen größere Flaschen oder Behälter kaufen.

Die Größe des Handgepäcks wird auf eine Größe von 56 mal 45 mal 25 Zentimeter begrenzt - für Musikinstrumente gibt es aber Ausnahmeregelungen. Bei den Sicherheitskontrollen sind Mäntel und Jacken auszuziehen. Notebooks und andere elektronische Geräte müssen aus den Taschen genommen werden.

Mit den Bestimmungen reagiere die EU "auf die neue Gefahr durch Flüssigsprengstoffe", erklärte die Kommission. Die EU folgt damit einer Entscheidung der Vereinigten Staaten, die das Verbot für Flüssigkeiten im Handgepäck am Montag gelockert hatten und ebenfalls die Mitnahme von bis zu hundert Milliliter Flüssigkeit im Handgepäck erlauben. Die US-Sicherheitsbehörden hatten Flüssigkeiten, Gels und Sprays im Handgepäck vollständig verboten, nachdem die britische Polizei im August mutmaßliche Terroranschläge mit Flüssigsprengstoff auf Überseeflüge vereitelt hatte.

reh/AFP/AP/dpa



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