Neue Handgepäckregeln: Was darf noch ins Flugzeug?

Ab dem 6. November gelten starke Einschränkungen für die Mitnahme von Flüssigkeiten in Flugzeugen in ganz Europa. SPIEGEL ONLINE erklärt, was Passagiere im Handgepäck noch mitnehmen dürfen und wie es verpackt sein muss.

Hamburg - Die Flasche Mineralwasser und der Kaffeebecher von zu Hause bleiben am Flughafen – starke Einschränkungen gelten für Handgepäck ab dem 6. November an allen europäischen Flughäfen. Pro Behältnis dürfen Passagiere dann nur noch 100 Milliliter einer Flüssigkeit in den Sicherheitsbereich mitnehmen. Das Gleiche gilt für Gels, Cremes, Zahnpasta und Sprays, zudem müssen die Behälter in einem wieder verschließbaren, durchsichtigen Plastikbeutel verstaut werden, der maximal einen Liter fassen darf.

Handgepäckkontrolle: Ab 6. November gelten verschärfte Regeln
DPA

Handgepäckkontrolle: Ab 6. November gelten verschärfte Regeln

Die Europäische Union reagiert damit auf die vereitelten Terroranschläge vom 10. August in London, als die Täter vermutlich mit Flüssigsprengstoff mehrere Flugzeuge zur Explosion bringen wollten.

Weil noch die technischen Möglichkeiten fehlen, um die Konsistenz von Flüssigkeiten schnell und zuverlässig an der Abfertigung zu überprüfen, werden laut Innenministerium nun nur noch Mengen erlaubt, aus denen sich kein wirksamer Sprengstoff herstellen lässt.

Pro Passagier ist ein Plastikbeutel im Handgepäck erlaubt, Ausnahmen gelten für Medikamente sowie für Spezialnahrung für mitreisende Babys. Ebenfalls ausgenommen sind im Duty-Free-Bereich erworbene Getränke und Parfums. Aufpassen müssen Fluggäste jedoch bei Flüssigkeiten, die im Duty-Free-Bereich außereuropäischer Flughäfen gekauft werden – wer dann in Europa noch einmal umsteigt, muss die Flasche Scotch oder den edlen chilenischen Wein wegwerfen. Neu ist auch, dass man Jacken und Mäntel grundsätzlich auf das Röntgenband legen muss, um die Kontrollen zu beschleunigen.

Betroffen sind Flüge von sämtlichen Flughäfen der EU sowie aus der Schweiz, Norwegen und Island. Die neuen Richtlinien der EU entsprechen nach Angaben der Lufthansa weitestgehend den Vorgaben der US-amerikanischen Behörden, die seit Ende September für alle Flüge in die und aus den USA gelten.

Das Bundesinnenministerium kündigte an, dass Passagiere in den ersten Tagen der neuen Regelung mit längeren Wartezeiten am Flughafen rechnen müssten. Fluggäste sollten deshalb zusätzliche Zeit am Flughafen einplanen.

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