Neue Verordnung in Rom 500 Euro Strafe fürs Picknicken

Gucken erlaubt, Stulle verboten: In Roms historischem Stadtkern steht das Picknicken ab sofort unter Strafe. Wer vor dem Kolosseum und anderen Sehenswürdigkeiten sein Pausenbrot auspackt, der wird empfindlich zur Kasse gebeten.

Kolosseum in Rom: Das Picknicken in der Nachbarschaft steht unter Strafe
DPA

Kolosseum in Rom: Das Picknicken in der Nachbarschaft steht unter Strafe


Rom - Sich zu einem Picknick niederzulassen, kann in Roms historischem Stadtkern seit neuestem saftige Strafen von bis zu 500 Euro nach sich ziehen. Eine am Dienstag in Kraft getretene Verordnung der Stadtverwaltung verbietet, in der Altstadt "zu lagern oder Notunterkünfte zu errichten oder anzuhalten, um zu essen oder trinken".

Wie italienische Medien berichten, sollen Bereiche "mit besonderem historischen und architektonischen Wert ausschließlich als Orte genutzt werden, wo man einen Panoramablick genießen kann". Ein kleines Picknick am Kolosseum oder vor anderen Sehenswürdigkeiten ist also tabu.

Die Verordnung gilt zunächst bis Jahresende, die vorgesehenen Geldstrafen reichen von 25 Euro bis 500 Euro. In einigen anderen italienischen Städten, darunter Venedig, Florenz und Bologna, gelten für Bereiche mit bedeutenden Sehenswürdigkeiten bereits ähnliche Verordnungen.

dpa/dkr



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insgesamt 21 Beiträge
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sappelkopp 02.10.2012
1. Wer einmal gesehen hat...
Zitat von sysopDPAGucken erlaubt, Stulle verboten: In Roms historischem Stadtkern steht das Picknicken ab sofort unter Strafe. Wer vor dem Kolosseum und anderen Sehenswürdigkeiten sein Pausenbrot auspackt, der wird empfindlich zur Kasse gebeten. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/neue-verordnung-in-rom-picknick-im-historischen-stadtkern-verboten-a-859140.html
...wie so ein Familienpicknickplatz in Italien hinterlassen wird, der wundert sich über diese Verordnung nicht. Ich habe mal ein Schulklasse - aus Italien - in Florenz erlebt. Da sah es hinterher aus, alt hätte jemand einen 1.100 Liter Müllcontainer entleert. Die Lehrer sahen da auch keinen Grund zum Eingreifen - jetzt tun es die Städte.
abalour 02.10.2012
2. ... da brauchen Sie keine
italienische Schulklasse zu bemühen - das ist in Deutschland nicht anders.
agua 02.10.2012
3. Falls Ihre Theorie
Zitat von sappelkopp...wie so ein Familienpicknickplatz in Italien hinterlassen wird, der wundert sich über diese Verordnung nicht. Ich habe mal ein Schulklasse - aus Italien - in Florenz erlebt. Da sah es hinterher aus, alt hätte jemand einen 1.100 Liter Müllcontainer entleert. Die Lehrer sahen da auch keinen Grund zum Eingreifen - jetzt tun es die Städte.
stimmen sollte,als Begruendung fuer dieses Picknickverbot,sollte es sich auch auf die Straende ausweiten.Es ist in suedlichen Laender eine grosse Tradition,einen Ausflug mit einem Picknik zu verbinden.Genauso,wie die Familien das Essen zum Strand mitschleppen.Der Grund dafuer ist eine Kostenfrage.Ich sehe hinter dem Verbot eher die Absicht,die Menschen zum Verzehr in Restaurants zu zwingen(kurbelt die Wirtschaft an)In Portugal gab es dieses Verbot auch schon einmal,wegen der Brandgefahr.Abgesehen davon,stimme ich Ihnen zu:An verantwortungsvollem Umgang mit dem Muell,ist einiges im Argen
titus_hanke 02.10.2012
4. lustig ist dabei...
...dass im gleichen Moment die Verordnung aufgehoben wurde, die den Konsum von Getraenken (auch alkoholisch) auf oeffentlichen Plaetzen verbietet... Man darf also kein Broetchen in Piazza Navona verzehren, sich dafuer aber besinnungslos in Campo de Fiori besaufen...
Ambermoon 02.10.2012
5.
Ist das eine zulässige Übersetzung des Verordnungstextes? "anzuhalten, um zu essen oder zu trinken" - ich mein ja nur, Schokoriegel, Schluck aus der Wasserflasche...
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