Neuseeland Hunderte erweisen totem Delfin die letzte Ehre

Der Delfin "Moko" wurde weltweit bekannt, als er zwei gestrandete Wale rettete. Surfern und Kajakfahrern ging er allerdings immer wieder auf die Nerven. Vor einigen Tagen kam er ums Leben - und wurde jetzt mit einer aufwendigen Feier beigesetzt.

AP

Wellington - Jahrelang war Delfin "Moko" eine Attraktion an den Stränden der neuseeländischen Stadt Gisborne. Und selbst nach seinem Tod hat der Große Tümmler noch eine bemerkenswerte Anziehungskraft: Mehr als 400 Menschen erwiesen "Moko" am Freitag die letzte Ehre.

So beliebt der Meeressäuger zu Lebzeiten war, so ungewöhnlich war das Begräbnis. In einem blauen Sarg wurde der tote Delfin durch die Straßen getragen und dann mit einem Boot noch mal zu den Buchten gebracht, die er am liebsten besuchte. Beigesetzt wurde "Moko" schließlich auf der Insel Matakana, wo sein Kadaver eine Woche zuvor entdeckt worden war.

"Moko" wurde bekannt, weil er sich gerne in der Nähe des Strandes aufhielt und die Gesellschaft der Menschen suchte. Allerdings waren nicht alle davon begeistert: So machte es dem Delfin offenbar Spaß, den Surfern ihre Bretter zu klauen oder Kajakfahrer ins Wasser zu stoßen. Vorübergehend weltweite Berühmtheit erlangte das Tier im Jahr 2008: Damals rettete "Moko" zwei gestrandete Zwergpottwale vor dem Tod, indem er sie ins offene Meer hinausführte.

sto/apn



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