Verkehrsprojekt New York plant Tramlinie von Brooklyn nach Queens

25 Kilometer Schienen am East River: Eine neue Straßenbahn soll in New York Verkehrsengpässe vermeiden. Das Transportmittel hätte erhebliche Vorteile im Vergleich zu einer U-Bahn.

Brooklyn Bridge am East River: Plan für eine Straßenbahn
Corbis

Brooklyn Bridge am East River: Plan für eine Straßenbahn


Seit Jahren kursieren in New York Pläne für einen Ausbau des öffentlichen Transportsystems, nun will Bürgermeister Bill de Blasio eine Tramlinie bauen. Auf einer Strecke von etwa 25 Kilometern soll sie die Stadtteile Brooklyn und Queens verbinden, wie US-Medien berichten.

Damit sollen die Verkehrsprobleme der Großstadt entschärft werden, die Kosten für den Bau werden auf rund 2,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Eine entsprechende U-Bahn-Linie wäre noch erheblich teurer, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Die "Brooklyn Queens Connector"-Straßenbahn soll zwischen Sunset Park in Brooklyn und Astoria verkehren, einem Stadtteil im Nordwesten von Queens. Ein erheblicher Teil der Route würde am East River entlangführen. (Eine Karte des möglichen Trassenverlaufs finden Sie hier.) Noch müssen die Planer allerdings einige Hürden bewältigen: Die genaue Route wurde noch nicht festgelegt, auch müssten noch die Anwohner dem Projekt zustimmen. Die Stadt rechnet mit einem Baubeginn frühestens im Jahr 2019 und einer Inbetriebnahme im Jahr 2024.

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insgesamt 6 Beiträge
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t.theodor 04.02.2016
1.
Damit kostet jeder Kilometer Schiene 100 Millionen Dollar. Irgendwer verdient dort prächtig.
herjemine 04.02.2016
2. Nicht so schwarz sehen:
Zitat von t.theodorDamit kostet jeder Kilometer Schiene 100 Millionen Dollar. Irgendwer verdient dort prächtig.
...das sind ja nicht nur Schienen und Oberkabeldie man so auf die Strassen klatscht sondern auch Spannwerke, Fahrzeuge, Garagen, Werkstätten, Ticketautomaten, Umweltverträglichkeitsprüfungen, Kanalisationverstärkungen, Ausbildung von Personal, Signalanlagen, etc. Da läppert sich so einiges zusammen.
bernd.apitz 04.02.2016
3. Hamburg ...
Hamburg hat das Tram Projekt nach der fertigen Planfeststellung (welche Millionen gekostet hat) beerdigt. Mit dem Hinweis, eine Tram ist etwas für die Provinz - wir sind eine Weltstadt und bauen U-Bahnen ... Abgesehen davon, das dies nicht vergleichbar ist, zeigt das New Yorker Beispiel, wie falsch Hamburg mit seiner Entscheidung eigentlich liegt - ein politische Entscheidung, keine Entscheidung der Fachleute ... Schade.
mbfan 05.02.2016
4. Damit ist New York ...
... eindeutig fortschrittlicher als Wiesbaden ... Hier werden neue Strassenbahnprojekte blockiert, weil sie den Autofahrern in die Quere kommen könnten ^^
LJA 05.02.2016
5. Wo
genau liegen jetzt die im Teaser genannten Vorteile ? Erwähnt wurde nur, daß es weniger Geld kosten soll als eine U-Bahn, also eine Billig-Lösung ist. Das mag für die städtischen Finanzen angenehm sein, aber ist es das auch für die Fahrgäste ? Natürlich muß man sich ganz genau anschauen, welche Vor- und Nachteile die jeweilige Lösung bietet. U-Bahnen sind in dicht bebauten Gegenden grundsätzlich schneller und je länger die Strecke ist, desto größer wird dieser Vorteil. Hinzu kommt, daß bei einem bereits vorhandenen unterirdischen System die Straßenbahnen ein Umsteigeproblem haben. Oder man macht es so wie jetzt in Hannover. Da wird eine oberirdische Strecke einzig und allein mit dem Ziel gebaut, den Autoverkehr aus der Innenstadt zu verdrängen. Verkehrstechnisch macht es sonst keinen Sinn. Man kann nur hoffen, daß die New Yorker da etwas weiter denken,
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