Westerland - Schlechte Nachrichten für Nicht-EU-Bürger, die gerne mal für ein langes Wochenende nach Sylt fliegen: Sie dürfen ab sofort nicht mehr auf dem Flughafen der Nordseeinsel landen. Grund ist laut Insel Sylt Tourismus, dass Reisende aus nichteuropäischen Ländern und der Schweiz der Zollkontrolle unterliegen und daher sogenannte Zollflugplätze nutzen müssen. Der Sylter Flugplatz ist aber wie die meisten Regionalhäfen kein solcher. Es gibt zwar eine Zollkontrolle, allerdings nicht für Linienflugpassagiere, sondern nur für Privatflieger.
Peter Douven, Geschäftsführer des Flughafens, kritisiert die neue Regelung des Zolls: "Es ist nicht einzusehen, dass private Fluggäste zum Beispiel aus der Schweiz auf Sylt für den Zoll kein Problem sind, Linienpassagiere aber von den gleichen Zollbeamten nicht abgefertigt werden."
Statt Linienpassagiere wie bisher genau wie private Fluggäste zu behandeln, müssten nun Einzelbefreiungen für jede Linienmaschine beantragt werden. Die Kosten dafür lägen bei jährlich rund 40.000 Euro. Dieser Betrag ist laut dem Flughafen inakzeptabel.
Direktflüge auf die Nordseeinsel gibt es zum Beispiel von Stuttgart und Düsseldorf. Doch auf der Webseite des Sylter Flughafens werden auch außerhalb der EU liegende Städte genannt, in die es Verbindungen gibt - zum Beispiel Zürich, Moskau und Abu Dhabi.
dpa/jus
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Reise | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Aktuell | RSS |
| alles zum Thema Deutschland-Urlaub | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH