Lebensgefährlicher Stunt Drahtseilkünstler will Grand Canyon überqueren

Einen extremen Test für seinen Gleichgewichtssinn plant der US-Extremsportler Nik Wallenda: 457 Meter über dem Boden will er auf einem Drahtseil den Grand Canyon überqueren. Anders als bei seinem vorherigen Stunt an den Niagarafällen ist er dabei nicht gesichert.

Hochseilkünstler Wallenda: Im Juni geht's zum Grand Canyon
REUTERS

Hochseilkünstler Wallenda: Im Juni geht's zum Grand Canyon


New York - Rund ein Jahr nach seiner spektakulären Überquerung der Niagarafälle will der US-Drahtseilakrobat Nik Wallenda noch höher hinaus: Am 23. Juni wolle Wallenda auf dem Hochseil den Grand Canyon überwinden, teilte der Discovery Channel am Montag mit, der den Stunt live übertragen wird.

Der 34-Jährige werde den Little Colorado River 457 Meter tief unter sich lassen und zudem - anders als bei den Niagarafällen - auf einen Sicherheitsgurt verzichten. "Höher geht der Einsatz kaum mehr", erklärte Wallenda. "Nur noch das fünf Zentimeter dicke Stahlseil steht zwischen mir und dem Grund des Canyon."

Mit dem gefährlichen Drahtseilakt erfüllt sich der Akrobat nach eigenen Angaben einen lebenslangen Traum. Gleichzeitig will er damit seinen Großvater ehren, der 1978 beim Versuch, zwischen zwei Wolkenkratzern zu balancieren, zu Tode stürzte.

Der Sprössling einer berühmten Seiltänzerfamilie, den Flying Wallendas, hatte Mitte Juni des vergangenen Jahres Geschichte geschrieben, als er als erster Mensch seit mehr als hundert Jahren auf einem Hochseil über die Niagarafälle spazierte. Der Sender ABC hatte damals auf einem Sicherheitsgurt bestanden.

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Hochseil-Stunt an den Niagarafällen: Atemlos in der Gischt

sto/AFP



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taglöhner 19.03.2013
1. Flying Wallendas?
Schon wegen des Schicksals des Großvaters finde ich den Namen der Akrobatentruppe ziemlich makaber.
einsteinalbert 19.03.2013
2. wer sich in Gefahr begibt
muss auch damit rechnen dabei sein Leben zu verlieren. Ob es Nik Wallenda egen eines zweifelhaften Ruhmes und einem Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde tun will, ist subsidiäre. Seinen Großvater kann er damit nicht mehr ehren. Er hat beste Aussichten ihm im wahrsten Sinne des Wortes " Nach zu fliegen ". Ich glaube nicht, dass seine waghalsige Aktion im Sinne seines Großvaters wäre. Eine Sicherung würde seine Leistung - wenn er sich denn nicht anders besinnt - keinesfalls schmälern.
nick999 19.03.2013
3.
Zitat von sysopREUTERSEinen extremen Test für seinen Gleichgewichtssinn plant der US-Extremsportler Nik Wallenda: 457 Meter über dem Boden will er auf einem Drahtseil den Grand Canyon überqueren. Anders als bei seinem vorherigen Stunt an den Niagarafällen ist er dabei nicht gesichert. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/nik-wallenda-will-grand-canyon-ueberqueren-a-889772.html
Ich bin mal im Flugzeug über den Grand Canyon geflogen. Die Turbulenzen wegen aufsteigender Luft waren gut zu spüren. Das steckt eine Balancierstange keinesfalls weg. Natürlich ist es denkbar, sich einen absolut windstillen Tag ohne Turbulenzen auszusuchen, falls es ihn gibt. Die Gefahr für Leib und Leben halte ich für überschaubar. 450m - ein Fallschirm ist da die ideale Lösung und zählt nicht als "Absicherung". Base Jumper brauchen deutlich weniger Höhe. Die US Ranger haben normalerweise keine Lust, Tote im Grand Canyon zu haben. Ob Wallenda ohne Sicherungsmaßnahme startet, entscheidet nicht er. An welcher Stelle will er queren? Normalerweise wird der Canyon mit durchschnittlich 16km angegeben. Allerdings ist der Marble Canyon als Teil des Grand Canyons nur 180m breit. 180m ist unspektakulär und 16km halte ich ohne technische Tricks für unlösbar.
lizard_of_oz 20.03.2013
4. "Name der Akrobatentruppe ziemlich makaber"
Zitat von taglöhnerSchon wegen des Schicksals des Großvaters finde ich den Namen der Akrobatentruppe ziemlich makaber.
Ja wieso das denn? Die nennen sich die Flying Wallendas nicht die Falling Wallendas oder Failing Wallendas!
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