Nordkorea-Krise Kempinski verzichtet auf Luxushotel in Pjöngjang

Große Hoffnungen hatte die Kempinski-Kette in ein Hotelprojekt in Nordkorea gesetzt. Doch jetzt sind die Verhandlungen gescheitert, wie das Unternehmen mitteilt. Die oberen Stockwerke des bekanntesten Gebäudes von Pjöngjang sind damit wieder zu haben.

Ryugyonggyong-Hotel in Pjöngjang: Kein Kempinski im Prestigebau
AFP/ Koryo Tours

Ryugyonggyong-Hotel in Pjöngjang: Kein Kempinski im Prestigebau


Zürich - Vor dem Hintergrund der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verzichtet die Schweizer Hotelgruppe Kempinski auf ihr Projekt eines Luxushotels in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Eine Sprecherin der Gruppe bestätigte am Dienstag, dass die entsprechenden Verhandlungen gescheitert seien.

Im November des vergangenen Jahres hatte die Gruppe mit Sitz in Genf erklärt, sie wolle im Sommer 2013 in der Spitze des bisher unvollendeten Ryugyong-Gebäudes ein Hotel mit 150 Zimmern eröffnen. Außerdem sollten dort Restaurants, Büros und ein Einkaufszentrum entstehen. Kempinski wäre damit der erste westliche Hotelbetreiber in dem weithin abgeschotteten Nordkorea gewesen.

Das Ryugyong-Hotel beherrscht mit seinen 105 Stockwerken seit zwei Jahrzehnten das Stadtbild Pjöngjangs, doch die riesige Pyramide aus Glas und Beton wurde nie fertig gestellt. Die vom 2012 verstorbenen Machthaber Kim Jong Il angeordneten Bauarbeiten waren 1992 nach fünf Jahren Bauzeit eingestellt worden. Erst 2008 wurden sie wieder aufgenommen. Das Hotel gilt vielen als Ausdruck des Größenwahns der nordkoreanischen Regierung.

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Reiseziel Nordkorea: Berge und Beton

sto/AFP



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