Bauarbeiten in NRW Wochenlange Verzögerungen und Ausfälle bei der Bahn

Bahnreisende in Nordrhein-Westfalen müssen sich in den kommenden zwei Monaten auf zahlreiche Verzögerungen und Zugausfälle einstellen. Sind auch Sie betroffen? Der Überblick.

Verspätete Züge (Archivbild)
DPA

Verspätete Züge (Archivbild)


Die Deutsche Bahn hat in der Nacht zum Samstag mit umfangreichen Bauarbeiten an ihrem Schienennetz in Nordrhein-Westfalen begonnen.

Seit Mitternacht ist die Strecke zwischen Dortmund und Hamm gesperrt. Auf dem 26 Kilometer langen Abschnitt werden Schienen und Oberleitungen saniert. Zugleich sollen fünf Bahnhöfe für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) fit gemacht werden.

Die Bahn hat für die Arbeiten acht Wochen angesetzt. Sie gehen also auch über das Ende der Sommerferien in NRW hinaus.

Die Sperrung zwischen Dortmund und Hamm trifft den Fern- und Regionalverkehr. Die Züge werden auf Gütergleise umgeleitet. Die Fahrtzeit auf der viel befahrenen Fernstrecke von Berlin ins Ruhrgebiet verlängert sich dadurch um rund 15 Minuten. Die Regionalzüge halten nicht mehr überall. Es fahren Ersatzbusse.

Baustellen in Essen, Geilenkirchen, Erkelenz

Auch zwischen Aachen und Mönchengladbach wird für den RRX gebaut. Bis zum 27. August geht auf der Strecke zwischen Geilenkirchen und Erkelenz nichts mehr. Neun Stationen werden modernisiert.

Die S6 fährt vier Wochen lang nicht zwischen dem Essener Hauptbahnhof und Ratingen-Ost. In dieser Zeit sollen elf Weichen erneuert und 3,2 Kilometer Gleise ausgetauscht werden.

Außerdem wird die Ruhrbrücke in Kettwig instand gesetzt. Gebaut wird auch im Raum Witten. Deshalb fallen die Linien RE 16 und RB 40 zwischen Witten und Essen aus.

So finden Sie heraus, ob Sie betroffen sind

Sie wollen wissen, ob auch auf Ihrer Strecke Bauarbeiten geplant sind?

  • Eine komplette Übersicht wichtiger Arbeiten mit Auswirkungen auf den Bahnverkehr in NRW finden Sie hier.
  • Nähere Details zur Sperrung zwischen Dortmund und Hamm können Sie hier nachlesen.

ssu/dpa

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insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
mullertomas989 14.07.2018
1. Systemfehler
Die Bahn-Infrastruktur sollte nur von der öffentlichen Hand geplant, gebaut und bezahlt werden!! Und zwar mit einer großen Investitionsoffensive, um massive Versäumnisse der letzten Jahrzehnte (!) wieder aufzuholen. Dann hätte der Bahn-Konzern mehr Geld für mehr Züge zur Verfügung und die Bahn wäre für einen Großteil der Bürger wieder interessant. So wie jetzt bleibt es beim meist schlechten Image - LEIDER!
kerkermeistter 14.07.2018
2.
Unfaßbar, die S6 war gerade ein halbes Jahr wegen eines Bergschadens außer Betrieb. Hätte man in der Zeit nicht auch gleich die Gleise und Weichen erneuern können?
ontwoone 14.07.2018
3. Verkehrsplaner im Land?
Auch auf den Straßen und Autobahnen ist Deutschland eine Bananenrepublik geworden. Chaos und Organisation wie im Kinderzimmer. Wenn die Bahn nicht funktioniert, satteln viele auf das Auto um. Dann wird es auf den Straßen noch voller und es gibt noch mehr potenzielle "Berufsverkehrunfallverursacher". Das ist das niederste Wesen unter allen. Zur vollsten Zeit schusselig oder rücksichtslos Sinnlosunfälle verursachen und vielen Menschen Lebenszeit stehlen. Sind es etwa diejenigen, die eigentlich Bahn fahren und deswegen daran gewöhnt sind mit ihrem Handy zu hantieren, dabei aber vergessen, dass das beim Autofahren gefährlich ist? Jene treffen dann noch auf die Welt der ständigen Autofahrer. Dann die Straßenverhältnisse: Wahnsinn schon beim aus- und einfahren von Ortschaften. Baustellen werden ohne Rücksicht auf irgendwas aus dem Boden gestampft und sehen aus wie ungeordnete Müllhalden. Riesige Flächen gesperrt, obwohl nur an wenigen Stellen kleine Trupps arbeiten. Hauptsache der Blitzer ist aber aufgestellt. Bipolar anmutende Geschwindigkeitsstufen die zwischen Ausbremsen und Hochgeschwindigkeit hin und her wechseln. Und hier treffen dann alle aufeinander. Nur nicht der mit einem Masterplan. Aber merke: es gibt ein Verkehrsministerium. lol!
Athlonpower 14.07.2018
4. Hier in Oberbayern schon seit Mitte Mai
Ach Gottchen, das haben wir hier in Oberbayern schon seit dem 16. Mai, Oberleitungsarbeiten, also Zugausfälle, -umleitungen und veränderte Abfahrtszeiten und dann kommt ein SPON-Artikel daher, um die Vorzüge des Verzicht auf das Auto darzulegen, kann und muß man dann wohl als reine Realsatire bezeichnen, man kann nicht mal mehr lachen, als Betroffener. Die Deutsche Bahn versucht aber auch alles, um sich als Beförderungsmittel und -alternative erst gar nicht in das Blickfeld der Menschen zu bringen, warum auch, einfach Züge ausfallen zu lassen wenn irgendwo ein paar Schottersteine umgedreht oder Schwellen lackiert werden ist ja auch viel billiger! Jetzt also auch in NRW, gut daß da ja auch so wenig Menschen leben und die große Ferienzeit beginnt:-)
jufo 14.07.2018
5. NRW bekommt überfällige Sanierung
Super, dass die Bahn investiert und saniert, die Zustände sind derzeit schlecht. Behinderungen sind dabei leider unvermeidlich aber die Vorhaben sind sinnvoll und notwendig, der Rhein Ruhr Express kommt leider sehr spät. Bisher wurden nach meiner Beobachtung auch Zeitpläne eingehalten, was ja nicht immer einfach und schon gar nicht selbstverständlich ist. Dass die Sommerferien so gut es geht genutzt werden finde ich auch gut, den Baufortschritt zu beobachten kann sehr eindrucksvoll sein, das geht erstaunlich schnell.
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