Madrid - Für die irische Billigfluglinie könnte der Zwischenfall teuer werden. Drei Ryanair-Maschinen sollen Ende Juni in der spanischen Hafenstadt Valencia notgelandet sein - weil die Flugzeuge offenbar nicht mehr genug Treibstoff in ihren Tanks hatten. Mehrere spanische Verbraucherverbände erheben nun schwere Vorwürfe gegen das irische Unternehmen und fordern neben dem Entzug der Fluglizenz für drei Jahre eine Geldstrafe in Höhe von 4,5 Millionen Euro.
Die Billigfluglinie wird beschuldigt, die Sicherheit der Passagiere in Gefahr gebracht zu haben. Die dem Verkehrsministerium unterstellte Flugsicherheitsbehörde untersucht nun die Vorwürfe.
Ryanair erklärte hingegen, dass die drei Maschinen normal gelandet seien und die vorgeschriebene Mindestmenge an Treibstoff in ihren Tanks gehabt hätten. Die Flugzeuge seien am 26. Juli auf der Route nach Madrid wegen eines Gewitters über der spanischen Hauptstadt nach Valencia umgeleitet worden.
Dort hätten sie etwa eine Stunde in einer Warteschleife kreisen müssen, hieß es in einer Erklärung des Unternehmens. Die Piloten hätten dann um eine sofortige Landeerlaubnis gebeten, weil sich die Kerosinmenge in den Tanks der Maschinen der vorgeschriebenen Mindestmenge für 30 zusätzliche Flugminuten näherte.
Nach einem Bericht des irischen "Sunday Independent" legt Ryanair für jeden Flug die Menge des Treibstoffs fest. Piloten seien dazu angehalten, die Kerosinmenge bei einem Minimum zu halten und jede Ausnahme schriftlich zu begründen.
lei/dpa
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