Geschenktipps von Lesern für unterwegs Ohne dich geht es nicht

Ihnen fehlt noch ein Last-Minute-Geschenk für einen Vielreisenden? Unsere Leser empfehlen Utensilien, auf die sie vor allem bei Outdoor-Touren nicht verzichten wollen.

Uwe Weinzierl

Das wichtigste Reiseutensil ist wohl für jeden Urlauber ein anderes - ob die unverzichtbaren Ohrstöpsel, das ultraleichte Handtuch, der Gürtel mit Geldscheinversteck oder ein Taschenmesser mit Multifunktionsset.

Denn neben den persönlichen Vorlieben kommt es auch auf das Reiseziel und die Reiseart an: Steht ein Outdoor-Trip an, für den der leichteste und verlässlichste Kocher ausgewählt werden muss? Oder geht es in die Stadt? Dort wären schicke, aber praktische Tagesrucksäcke hilfreich. Soll es eine Fernreise werden? Da hilft ein aufblasbares Nackenkissen für den Flug. Oder ein Familientrip? Da könnte ein Stapel an Hörspielen oder kleinen Reisespielen angebracht sein.

Unsere Leser haben uns ihre Favoriten gemailt:

"So vielseitig wie ein Schweizer Taschenmesser verspricht die Werbung, und der Regenponcho von Exped hält das auch ein. Bei mir schon seit mindestens sieben Jahren.

Natürlich benutze ich ihn auch als Regenponcho zum Wandern, auf dem Fahrrad, und wenn zu befürchten steht, dass das nächste Open-Air-Vergnügen ins Wasser fallen könnte. Vorteilhaft ist dabei, dass er so geschnitten ist, dass auch noch ein Tagesrucksack mit drunter passt. Ich habe aber auch schon ein Floß daraus gebaut, um meine Sachen über einen See zu bringen. Aber die schönste Verwendung ist als Tarp. Mit nur 350 Gramm und einigen Schnüren einen Unterschlupf für die Nacht zu bauen, ist top.

Der schönste Einsatz für zwei dieser Teile war eine Wanderung zu meiner Freundin. Besser gesagt, sind wir aufeinander zu gewandert. Kerstin ist in Köln gestartet, ich in Jena. Marburg war die gefühlte Mitte. Da haben wir uns nach neun Tagen getroffen. Toll war, dass Kerstin, die eigentlich keine Outdoor-Erfahrungen hatte, nach zehn Minuten Üben das Teil aufbauen konnte. Die Ponchos kamen nicht jede Nacht zum Einsatz. Manchmal gab es auch eine Wanderhütte und bei Sauwetter ein Zimmer. Aber viel näher an der Natur kann man nicht schlafen."

Uwe Weinzierl

Ohne meine Schlafbrille geht gar nichts. Ob im Flugzeug, in der Bahn oder auf dem Sofa bei Freunden - sie ermöglicht mir, fast überall zu schlafen. Egal ob bei Tag oder Nacht kann ich mich mit ihr aus der Umgebung ausklinken.

LeserIn "NoBrainNoPain"

Natürlich der Ikea-Bleistift. Oder vielmehr eine Handvoll davon, die ich in Jacken-, Hosen- und Rucksacktaschen verstaut und immer dabei habe. Ein bewährter Reisebegleiter für Skizzen und Notizen, als Türstopper, Bohrer oder Entriegler sri-lankischer Steckdosen. Witterungsbeständig, handlich, pflegeleicht: anspitzen mit kleinstem Schweizer Messer, jeglichen Küchenutensilien, auf rauem Bodenbelag, an der Unterseite der Tischchen in Zugabteilen oder deren Wände, zur Not auch mit den Zähnen.

Die Größe ist optimal für alle gängigen und taschentauglichen Notizbuchtypen oder fürs Hinters-Ohr-Stecken. Bei Hungerattacken auf Überlandbustrips kann man auch darauf herumkauen, was natürlich dem Aussehen und der Geschmeidigkeit schadet. Aber dann kommt eben der nächste aus der Handvoll dran.

Stefan Blank, Ravensburg

Unverzichtbar und praktisch sind die klappbaren Messer von Opinel auf Reisen. Und zwar die Ausführung mit Kohlenstoffstahlklingen, die sich sehr leicht nachschärfen lassen, mit denen man wirklich alles schneiden kann und die man eingeklappt sicher unterbringen kann.

R. Goerke, Wohnmobilfahrer

Mein Utensil, das ich bei Reisen immer dabei habe - und das seit etwa 26 Jahren - ist eine Faltschüssel (Hersteller Ortlieb, mittlerweile gibt es das auch von anderen Firmen).

Wann es zum Einsatz kommt? Zum Abwaschen, Wäsche waschen, Sachen transportieren, Wein kühlen, Salat schleudern, Müll trennen, Füße waschen und wärmen - alles geht. Dabei ist das Ding faltbar, leicht und auch noch schön. Mein erstes Exemplar musste ich vor einigen Jahren austauschen, weil die Ecken durchgescheuert waren.

Tobias Schauf

Seit Jahrzehnten immer (unbemerkt) dabei ist meine Nogent-Faltschere. Geschlossen ist sie 5 mal 2,5 Zentimeter groß und 5 Millimeter dick. Sie dient im Notfall als Messerchen, Pfriem oder eben als sehr scharfe Schere. Immer noch erhältlich, made in France. Meine Empfehlung für alle, nicht nur Outdoor-Fans.

Peter Berressem

Bei meinem "Immer-Dabei" handelt es sich genau genommen um ein Ensemble als Kocher. Dies besteht aus einem etwa 30 Jahre alten Alubecher, einer handbearbeiteten Erdnussdose (Boden entfernt, Luftlöcher gestochen, passt exakt in den Becher), dem Brennelement des legendären Trangia-Sturmkochers und - zwecks Luftzufuhr - vier Erdnägeln, die ich auch zum Aufbau meines Tarps verwende.

Bis zum Januar 2018 gehörte noch die Trangia-Alu-Griffzange dazu. Das Sicherheitspersonal des Flughafens Lanzarote war jedoch der Auffassung, es handele sich bei der Zange um ein gefährliches Werkzeug, das nicht in die Kabine dürfe. Daher trennten sich unsere Wege. Seitdem führe ich einen superleichten Schutzhandschuh mit, um mir nicht die Finger zu verbrennen.

Warum dieses Ensemble? Das Trangia-Kochgeschirr war mir irgendwann zu sperrig. Für Frühstückskaffee, Müsli und die allabendliche Reis- oder Nudelpampe reicht die Konstruktion allemal.

Guido Block-Künzler, Wetzlar

abl

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