Paris Gewitter legte TGV und Eurostar lahm

Ein Gewitter über Paris hatte Auswirkungen auf den Bahnverkehr bis nach Deutschland: Zwei Hochgeschwindigkeitszüge sind nördlich der Hauptstadt stecken geblieben. Rund tausend Passagiere mussten bei großer Hitze ausharren.

Bahnhof Paris-Nord: Passagiere warten auf die steckengebliebenen Züge
AFP

Bahnhof Paris-Nord: Passagiere warten auf die steckengebliebenen Züge


Paris - Ein heftiges Gewitter hat zwei mit je 500 Passagieren besetzte Züge vor Paris lahmgelegt und erhebliche Verspätungen auch für den Bahnverkehr nach Deutschland verursacht.

Ein TGV und ein Eurostar steckten am frühen Freitagabend zwei Stunden bei Ressons-sur-Matz 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt fest, wie die französische Bahngesellschaft SNCF mitteilte. Passagiere berichteten von schier unerträglicher Hitze in den Zügen, weil die Klimaanlage ausgefallen war. Es seien viele schwangere Frauen und Babys in den Zügen gewesen.

Als die Züge wieder Strom hatten, konnten sie ihre Reise zwar fortsetzen. Doch wegen umgestürzter Bäume blieb die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Lille und Paris blockiert. Verzögerungen von bis zu drei Stunden gab es für Reisende nach Brüssel und weiter nach Deutschland und in die Niederlande, berichtete der belgische Gleisbetreiber Infrabel.

Auch im Südwesten des Landes kam es aufgrund heftiger Gewitter in der Nacht zu Samstag zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr. Die Staatsbahn SNCF erklärte, auf der Strecke von Paris nach Bordeaux würden mehrere Schnellzüge im Bahnhof zurückgehalten. Es könne zu bis zu vierstündigen Verspätungen kommen. Samstag wird mit einem erheblichen Andrang von Urlaubern in Zügen und auf den Straßen gerechnet.

abl/AFP



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