Peking - Nach einem Proteststurm hat ein chinesisches Restaurant in Peking ein Schild zurückgezogen, das Vietnamesen, Japanern, Philippinern und Hunden den Zutritt verweigerte. Der Besitzer des Restaurants Peking Snacks, das nahe der bei Touristen beliebten Verbotenen Stadt liegt, sah am Donnerstag allerdings keinen Grund sich zu entschuldigen. "Ich bereue nichts, aber ich habe deswegen einfach zu viele Telefonanrufe bekommen", sagte der Mann namens Wang.
Vor allem in vietnamesische und philippinischen Medien verbreiteten sich Fotos des Schildes in Windeseile. Die Bilder sorgten dort für große Empörung, die sich in Zehntausenden Kommentaren niederschlug. Die vietnamesische Staatszeitung "Tuoi Tre" verurteilte ein "weiteres Beispiel für den extremen Nationalismus" der Chinesen.
Internetnutzer prangerten "dummen Extremismus" an oder mutmaßten, die chinesische Regierung habe den Restaurantbesitzer einer "Gehirnwäsche" unterzogen. Auf den Philippinen hingegen sei das rassistische Schild mit einer Mischung aus Empörung und Belustigung aufgenommen worden, berichtet die australische Zeitung "The Age". China liegt mit den Philippinen, Vietnam und Japan im Streit über diverse Inseln.
dkr/AFP
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