Das idyllische Dorf Donnington in der englischen Grafschaft Shropshire wird immer wieder von Panzern heimgesucht - die sich allerdings auf Transportlastern befinden. Eigentlich sollen die Ungetüme zum über 20 Kilometer entfernten Militärstützpunkt Donnington Barracks. Stattdessen rollen sie durch das pittoreske Städtchen - und das, wie ein Anwohner in der "Times" klagte, bis zu siebenmal die Woche.
Wem das Auto geklaut wird, der sollte sich überlegen, ob er im Navigationssystem seine Privatadresse abgespeichert hat - und gegebenenfalls schnell die Polizei rufen. Nach Angaben des britischen "Daily Telegraph" checken Autodiebe neuerdings routinemäßig das GPS-Adressbuch. Dann lassen sie sich von ihrem neuen Wagen mitunter zu der hinterlegten Adresse navigieren, brechen ein und laden sich dann den Kofferraum voll.
Robert Jones folgte an einem sonnigen Sonntagmorgen den Anweisungen seines Navis. Er dachte sich nichts dabei, als ihn das Gerät nahe des Dörfchens Gauxholme (Yorkshire) einen schmalen steilen Pfad hinaufschickte. Seinen Fehler bemerkte Jones laut "Daily Telegraph" erst, als die Schnauze seines BMW und die Vorderräder bereits über ein steil abfallendes Kliff ragten. "Ich habe dem Navi vertraut", sagte der Fahrer später, "es glaubt doch niemand, dass es einen über einen Abgrund führt".
Eigentlich wollte das schwedische Ehepaar auf die malerische Urlaubsinsel Capri. Wegen eines Navi-Eingabefehlers landete es laut "BBC" jedoch nicht am Golf von Neapel, sondern in der von Touristen eher selten frequentierten norditalienischen Industriestadt Carpi. Der Umstand, dass Capri eine Insel ist und sie eigentlich hätten übersetzen müssen, war den Schweden nicht aufgefallen.
Eigentlich hatte der Haschisch-Aficionado aus Michigan nichts zu befürchten - schließlich war er nach einem Besuch bei seinem Dealer bereits auf dem Weg nach Hause. Doch sein Navi machte laut "Fox News" ihm einen Strich durch die Rechnung. Der heimtückische Computer instruierte den Stoner, den St. Clair River zu überqueren. Auf der anderen Seite des Flusses beginnt kanadisches Staatsgebiet. Der Fahrer drehte um, fuhr zurück - und wurde bei der Einreise in die USA von amerikanischen Zöllnern gefilzt.
Ein Abrissunternehmen im US-Staat Georgia war damit beauftragt worden, ein Haus abzureißen. Den Weg zu ihrem Einsatzort wies den Bauarbeitern ein Navigationsgerät. Leider war es laut "Fox News" das falsche Gebäude. Als der rechtmäßige Besitzer abends nach Hause kam, war er obdachlos.
Das nordenglische Städtchen Spalding gilt als eine der heimtückischsten Navi-Fallen der Welt. Dort existiert eine dauerhafte Brückensperrung, die jedoch offenbar in keiner Datenbank verzeichnet ist. Lkw-Fahrer fahren regelmäßig bis vor die Barriere und können dann nicht mehr wenden. Viele rammen zudem die Brücke. Die Polizei hat bereits mehr als 60 Fälle gezählt und Warntafeln aufgestellt, freilich ohne durchschlagenden Erfolg.
Eine Deutsche wollte mit ihren beiden Kindern nach Dänemark, hatte aber statt des Fährhafens Puttgarden auf Fehmarn in ihr Navi
versehentlich Putgarten auf Rügen einprogrammiert. Sie folgte den Anweisungen bis zu dem 350 Kilometer von Fehmarn entfernten Ziel. Da von dem kleinen Ort auf Rügen keine Fähre nach Dänemark fährt, nahm sich die Frau für eine Nacht ein Zimmer.