Pilotprojekt: Tschechien verhängt Navi-Verbote

Ein rotes Dreieck und ein durchgestrichenes "GPS": Wer mit dem Auto in Tschechien unterwegs ist und dieses Warnschild sieht, sollte seinem Navi-Gerät nicht mehr blind vertrauen. Die Polizei will mit diesem Hinweis Irrfahrten auf Autobahnen vorbeugen.

Navigerät: In Tschechien verbietet die Polizei an Gefahrstellen die GPS-NutzungZur Großansicht
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Navigerät: In Tschechien verbietet die Polizei an Gefahrstellen die GPS-Nutzung

Prag - Je mehr Navigationsgeräte im Einsatz sind, desto mehr kuriose Irrfahrten passieren: Unaufmerksame Autofahrer landen auf Bahngleisen, Bergpfaden oder in dichten Wäldern. In Tschechien will das Verkehrsministerium dem jetzt mit einer neuen Art von Schildern vorbeugen.

"Immer mehr Fahrer reden sich bei Unfällen damit heraus, dass das Navi etwas anderes angezeigt habe als die Beschilderung", sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Prag am Donnerstag.

In einem Pilotprojekt werden die Fahrer nun mit Navi-Warnschildern an einer Autobahn-Baustelle bei Prag auf die geänderte Verkehrsführung aufmerksam gemacht. Hier wird der Verkehr auf die Gegenfahrbahn umgeleitet, so dass die Navigationssysteme mit Warnmeldungen die Fahrer irritieren.

"Es gab in letzter Zeit mehrere kuriose Fälle, dass Autofahrer auf Abwege gekommen und etwa im Garten eines Einfamilienhauses gelandet sind - auf der Autobahn könnte das tragisch enden", sagte der Sprecher. Sollte das Pilotprojekt erfolgreich verlaufen, will das Ministerium die neuen Schilder an gefährlichen Baustellen im ganzen Land aufstellen.

abl/dpa

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  • Donnerstag, 07.07.2011 – 15:29 Uhr
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