Probleme mit Neigetechnik Hunderte Regionalzüge müssen langsamer fahren

Wegen technischer Probleme schaltet die Deutsche Bahn bundesweit bei 230 Regionalzügen die Neigetechnik ab, die schnellere Kurvenfahrten ermöglicht. Dadurch verlängern sich die Fahrzeiten.


Stuttgart - Die Deutsche Bahn drosselt bei mehreren hundert Regionalzügen das Tempo. Es seien bei zwei Zügen Fehler bei der Neigetechnik festgestellt worden, teilte die Bahn am Mittwoch mit.

Bahnreisende in Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt müssen deshalb im Nahverkehr mit längeren Fahrzeiten und Verspätungen rechnen. In Absprache mit dem Eisenbahnbundesamt sei bundesweit bei 230 Regionalzügen der Baureihen 611 und 612 die Neigetechnik ausgeschaltet worden.

Die festgestellten Fehler mit der Neigetechnik würden überprüft, um die Ursachen zu klären und die Probleme zu beheben. Der sichere Betrieb der Züge habe oberste Priorität, versicherte die Bahn. Auf Grund der geringeren Geschwindigkeit der Regionalzüge verlängerten sich die Fahrzeiten.

Die Neigetechnik ermöglicht ein höheres Tempo auf kurvenreichen Strecken. Erst im Frühjahr hatte es Probleme damit gegeben. Daraufhin musste bei rund 150 Zügen ein Bauteil ausgetauscht werden. Wann das aktuelle Problem behoben und der Fahrplan wieder eingehalten wird, konnte eine Bahnsprecherin am Mittwoch nicht sagen.

sto/dpa/Reuters



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