Proteste in Ägypten Touristen in Abu Simbel festgesetzt

Blockierte Straßen, gewalttätige Ausschreitungen und korrupte Behörden: In Ägypten herrscht noch immer Chaos. Das Land kommt nicht zur Ruhe. Auch die Touristenattraktionen sind davon betroffen.

Tal der Könige: Auch in Luxor kam es zu Ausschreitungen
AP

Tal der Könige: Auch in Luxor kam es zu Ausschreitungen


Luxor/Abu Simbel - Die Auseinandersetzungen zwischen den Ägyptern und ihren Behörden beeinträchtigen zunehmend den Tourismus. An den Sehenswürdigkeiten von Abu Simbel steckten am Donnerstag 510 Touristen für mehrere Stunden fest, weil protestierende Bauern die Straße nach Assuan blockiert hatten. Die Bauern forderten von den Behörden mehr Wasser für ihre Felder. Die Sicherheitskräfte schritten schließlich ein und beendeten die Protestaktion.

Chaos herrschte am Morgen vor dem Gouverneursgebäude der südlichen Stadt Luxor. Mehrere Dutzend Kutscher blockierten die Uferstraße am Nil und rissen vor dem Gouverneursgebäude Steine aus dem Straßenpflaster. Anschließend verschafften sie sich nach Angaben von Augenzeugen mit Gewalt Zugang zu dem Gelände der Behörde. Schließlich zogen sie mit fünf Kutschen ab, die von der Polizei beschlagnahmt worden waren.

Der Gouverneur von Luxor, Essat Saad, sagte, in Luxor seien inzwischen 600 Kutschen ohne Lizenz unterwegs. Das wolle er nicht dulden, vor allem da sich einige der Kutscher darauf spezialisiert hätten, Touristen zu bedrängen und übers Ohr zu hauen.

Die Zahl der Touristen ist als Folge der Unruhen seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak 2011 zurückgegangen. Die als korrupt verschriene Polizei arbeitet in vielen Bereichen nur noch mit gebremstem Einsatz.

dkr/dpa



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insgesamt 5 Beiträge
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magoan 30.05.2013
1. ab ins Allgäu
Wir waren voriges Jahr auf einer Nilkreuzfahrt, ein schönes, interessantes Land. Aber wenn mit Handtüchern rum geschlagen wird, weil keiner kaufen will, wenn Frauen bei den Pyramiden laut um Hilfe schreien wegen der aufdringlichen Straßenverkäufer, wenn sich Taxifahrer nicht mehr an den Festpreis erinnern können, wenn Droschkenkutscher penetrant werden, weil das Trinkgeld zu gering ausgefallen ist, bzw laut schreiend Gäste bis zum Schiff verfolgen. Unser Fremdenführer mußte sich für seine Landsleute schämen! Der Service im Hotel bzw. Schiff war dagegen vorzüglich, wer verliert schon gerne seinen Saisonarbeitsplatz! Diese aggressive Mentalität kann einem schon ganz nett den Urlaub versauen ! Dieses Jahr fahren wir wohl stressfrei ins Allgäu zum Wandern
Meckerliese 30.05.2013
2. wer hinfährt ist selber schuld
Wieder ein Grund nicht in dieses Land zu reisen. Hab keine Lust den ganzen Tag von irgendeinem angebettelt zu werden. Das war schon in Marokko lästig. Da fahr ich lieber nach Südtirol zum wandern. Da werde ich wenigstens nicht als Geldverteiler angesehen. Hoffentlich machen das noch viele damit denen dort mal ein Licht aufgeht warum die Leute nicht mehr kommen.
opar 30.05.2013
3. Die leute im Nahen Osten erzählen einem immer von ihrer Kultur
Zitat von sysopAPBlockierte Straßen, gewalttätige Ausschreitungen und korrupte Behörden: In Ägypten herrscht noch immer Chaos. Das Land kommt nicht zur Ruhe. Auch die Touristenattraktionen sind davon betroffen. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/proteste-in-aegypten-touristen-in-abu-simbel-festgesetzt-a-902888.html
und ihrer guten Erziehung, aber mit Westlern darf man nach ihrer Erziehung und Kultur wohl umspringen wie es beliebt? Kann nicht mal jemand diesen Leuten klar machen, dass ihre Aggressivität bei Westlern ganz schlecht ankommt? Mag ja landestypisch sein, aber wenn es das ist, ist es ein recht übler Zug der Leute dort.
iffel1 02.06.2013
4. Ägypten wird prollig als Reiseland !
Die aggressiven Verkäufer sind für uns ein Grund, dort nie hinzureisen. Ulkigerweise gibt es solch prolliges Verkäufertum in asiatischen Ländern kaum, nicht einmal in den ärmsten Gegenden von Indien haben wir so etwas kennengelernt.
trebornereisch 03.06.2013
5. optional
Wir waren nun schon öfters dort, auch 2010 direkt nach dem sturz und das letzte mal vor einem monat. Man kann schon feststellen das die Händler viel aufdringlicher geworden sind, jedoch kann man sie ganz leicht abwimmeln wenn man ein paar worte Arabisch kann, Lä shokran (nein danke) zb. wirkt wahre wunder.... Es liegt einfach in der Arabischen "Basar-Mentalität" sachen anzupreisen, wer nichts von der mentalität mitbekommen will braucht ja auch nicht in solch ein land zu fahren, oder setzt sich einfach an den a.i. pool und regt sich über bekleidete arabische frauen beim baden auf....
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