Qantas-Pannenserie Flugsicherheitsbehörde findet Wartungsmängel

Lecks im Rumpf und Triebwerkschäden: Nach mehreren Zwischenfällen hat die australische Flugsicherheitsbehörde die Airline Qantas überprüft. Ergebnis: Die Wartung der Flugzeuge entspricht nicht den Standards der Fluglinie.


Sydney - Massive Kritik an Qantas: Die australische Luftsicherheitsbehörde Casa hat ernsthafte Mängel bei den Wartungsabläufen der Fluglinie festgestellt und fordert eine Verbesserung. Man habe "Zeichen sich entwickelnder Probleme" entdeckt, wie Casa-Chef Mick Quinn mitteilte. "Die Überprüfung hat negative Trends bei der Effizienz von Wartungsarbeiten gezeigt, die jetzt unter den von der Fluglinie festgelegten Standards liegen."

Casa kündigte an, zwei zusätzliche Tests durchzuführen: der Instandhaltungsprozess von je einem Flugzeug jeder Klasse soll ebenso überprüft werden wie die Effizienz, mit der die Flugtüchtigkeit sichergestellt wird.

Qantas-Chef Geoff Dixon kündigte an, intensiv mit der Luftsicherheitsbehörde zusammenzuarbeiten, um deren Empfehlungen umzusetzen. Er betonte, dass der aktuelle Tarifkonflikt mit der Ingenieursgewerkschaft keine Einschränkungen bei der Sicherheit gebracht habe.

Die Kontrolleure stellten keine Verbindung der Mängel zu den Zwischenfällen der vergangenen Wochen fest. Das Image als sicherste Fluglinie der Welt, mit dem Qantas wirbt, ist in den vergangenen Wochen wegen Problemen mit ihren Maschinen in Mitleidenschaft gezogen worden. Ende Juli hatte eine Boeing 747 von Qantas in der philippinischen Hauptstadt Manila wegen eines drei Meter breiten Lochs im Rumpf notlanden müssen. Erst gestern musste ein Qantas-Jet wegen eines Triebwerkschadens unplanmäßig in Frankfurt landen. Die australische Fluggesellschaft rühmt sich, noch nie ein Flugzeug durch einen Unfall verloren zu haben.

sto/AP



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