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10. Januar 2013, 17:11 Uhr

Luftschlange

Drei-Meter-Python fliegt auf der Tragfläche mit

Blinder Passagier auf einem Qantas-Flug: Eine Würgeschlange hielt sich vom Start bis zur Landung an der Tragfläche fest. Die Augenzeugen in der Kabine reagierten geschockt - sie mussten den Überlebenskampf des Tieres bis zum bitteren Ende mitansehen.

Sydney - Eine knapp drei Meter lange Pythonschlange hat sich an ein Flugzeug auf dem Weg von Australien nach Papua Neuguinea geklammert. Schockierte Passagiere beobachteten, wie das Tier auf der Tragfläche gegen Flugwind und Frost kämpfte. Ein Passagier zeichnete den dramatischen Überlebenskampf des Pythons auf Video auf. "Die Schlange tat mir leid", sagte Robert Weber der Tageszeitung "Sydney Morning Herald".

"Sie versuchte während des gesamten Fluges, sich wieder ins Flugzeug zu ziehen, obwohl sie mit Gegenwind von bis zu 400 km/h zu kämpfen hatte. Doch selbst das hat sie nicht fertiggemacht", erzählte Weber. Der Python hatte sich vermutlich vor dem Abflug in Cairns in den Flügelklappen der Tragfläche verkrochen, doch der Wind zog das Reptil nach draußen.

Sogar im Sinkflug kämpfte das blutüberströmte Tier den Berichten zufolge noch um sein Leben, obwohl sein Körper immer wieder gegen das Flugzeug geschleudert wurde. Bei der Landung in Port Moresby war die Schlange verendet. Eine Sprecherin der australischen Fluggesellschaft Qantas sagte, man habe vorher noch nie von einem solchen Fall gehört.

Nach Ansicht von Experten handelte es sich bei der Schlange um einen Neuguinea-Amethystpython. Dies ist die größte in Australien beheimatete Schlangenart, sie erreicht typischerweise eine Länge von zwei bis vier Metern.

dkr/dpa

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