"Queen Mary 2": Kreuzfahrtriese erreicht zum ersten Mal Australien

Mit der "Queen Mary 2" ist das größte Schiff, das je in Australien angelegt hat, in Sydney eingetroffen. Zunächst gab es Platzprobleme - der Riese passt nicht in den Anlegeplatz im Sydney Harbor. Auch das Schwesternschiff "Queen Elisabeth 2" machte in Sydney fest.

Sydney - Da wirkten selbst Harbour Bridge und Opernhaus nicht mehr so riesig: Heute morgen fuhr die "Queen Mary 2" in den Stadthafen von Sydney ein. Schon vor Sonnenaufgang standen Tausende Schaulustige um den Sydney Harbour, um das groß angekündigte Ereignis mitzuerleben. Die "Queen Mary 2" ist das größte Schiff, das je in Australien angelegt hat.

Mehr als 300 kleine Yachten und Boote waren auf dem Wasser, um die "Königin der Meere" in die Stadt zu begleiten - neben dem mit 345 Metern längsten Kreuzfahrtschiff der Welt wirkten selbst die Hafenfähren winzig. Die "Queen Mary 2" befindet sich auf ihrer Jungfernfahrt, mit dem Stopp in Sydney hat sie jetzt die Hälfte ihrer ersten Weltumrundung geschafft.

Das Schwesterschiff "Queen Elisabeth 2", zuletzt noch wegen einer Virus-Infektion an Bord in den Schlagzeilen, traf anschließend ebenfalls in Sydney ein - damit kam es erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg zu einer Begegnung zweier "Queen"-Schiffe in Australien. Damals, im Jahr 1942, war das Zusammentreffen streng geheim - die Schiffe brachten australische Soldaten ins Kriegsgebiet. Heute dagegen feierte Sydney eine große Willkommensparty mit einem aufwendigen Feuerwerk. Heute morgen kam der Berufsverkehr in der Stadt wegen der zahlreichen Schaulustigen zeitweise zum Erliegen, wie die Zeitung "Sydney Morning Herald" berichtete. Viele Autos auf der Harbour Bridge bremsten oder hielten sogar an, um einen Blick auf das Schiff zu erhaschen.

Die Fahrpläne der beiden Kreuzfahrtschiffe der Cunard-Reederei kreuzen sich für drei Stunden. Die "Queen Mary 2" soll noch in der Nacht nach Hongkong weiterfahren. Das 151.000-Tonnen-Schiff, mehr als drei Mal so groß wie die Titanic, war zu riesig, um an dem normalen Kreuzfahrtterminal am "Circular Quay" zu halten. Deshalb mußten die 2600 Passagiere an einem Marine-Dock gegenüber der Oper an Land gehen.

sto/dpa

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