Gesperrte Bahnstrecke bei Rastatt Bundeswehr soll Behelfsbrücke an Rheintalstrecke bauen

Hunderte Züge passieren täglich Rastatt. Nun hat eine Panne die wichtigste Nord-Süd-Strecke der Bahn unterbrochen - nach SPIEGEL-Information kann das noch Wochen dauern. Abhilfe könnte von der Bundeswehr kommen.

Gesperrte Bahnstrecke zwischen Karlsruhe und Baden-Baden
DPA

Gesperrte Bahnstrecke zwischen Karlsruhe und Baden-Baden


Seit vergangenem Sonntag ist die Bahnstrasse zwischen Rastatt und Baden-Baden stillgelegt. Die Sperrung der Rheintalstrecke dürfte noch mehrere Wochen dauern. Wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, rechnen Bahn-Insider damit, dass die wichtige Nord-Süd-Verbindung insgesamt vier Wochen lang nicht befahrbar ist. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Um Ausweichmöglichkeiten zu schaffen, werden auf der Neckar-Alb-Bahn Personenzüge im Regionalverkehr gestrichen: Die Bahn will diese Strecke nun nach eigenen Angaben an Werktagen "rund um die Uhr" mit Güterzügen befahren.

Dass nur unzureichende Ausweichstrecken bereitstehen, liegt einem Sprecher des baden-württembergischen Verkehrsministeriums zufolge am Bund: Das Bundesverkehrsministerium habe über Jahrzehnte diese Nebenstrecken vernachlässigt, "doch nun rächen sich die Sünden der Vergangenheit".

Das Unglück ereignete sich durch die Bohrung eines neuen Bahntunnels unter der bestehenden Strecke. Dies geschah nach SPIEGEL-Informationen, als der Durchbruch fast geschafft war. Als Unglücksursache kommt ein zu hohes Tempo in dieser Schlussphase des Tunnelvortriebs in Betracht.

Abhilfe könnte nun von der Bundeswehr kommen: Das Verteidigungsministerium bemüht sich auf Anfrage des privaten Netzwerks Europäischer Eisenbahnen um eine Behelfsbrücke, die an der Unglücksstelle gebaut werden könnte.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

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