Reise-Statistik Mehr als tausend Malariafälle

Malaria gehört noch immer zu den gefährlichsten Tropenkrankheiten. Allein im vergangenen Jahr schleppten mehr als tausend Reisende das Sumpffieber nach Deutschland ein.


Malaria-Mücke
DPA

Malaria-Mücke

Acht Patienten seien 2001 an Malaria gestorben, sagte der Düsseldorfer Arzt Klaus Volkmer. Urlauber sollten gewissenhaft auf einen ausreichenden Impfschutz und notwendige Vorbeugung vor Tropenkrankheiten achten. Im März dieses Jahres sei ein nicht geimpfter US-Tourist nach der Rückkehr aus Brasilien an Gelbfieber gestorben. Im November vergangenen Jahres sei eine ungeimpfte Belgierin nach einem Aufenthalt in Gambia der Krankheit erlegen.

Für den Urlaub empfehlen die Reisemediziner grundsätzlich Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung (Polio) und bei südlichen oder östlichen Reisezielen eine Gelbsucht-Impfung (Hepatitis A). Dringend anzuraten sei eine Polio-Schluckimpfung für Reisen nach Haiti, in die Dominikanische Republik und auf die Philippinen. In diesen Ländern seien in den vergangenen zwei Jahren 200 akute Fälle von Kinderlähmung registriert worden.

Trotz der Terroranschläge ist die Reiselust der Deutschen ungebrochen: Von den mehr als 63 Millionen Touristen im Vorjahr fuhren rund 45 Millionen ins Ausland. Über 27 Millionen Reisen führten zu südlichen und östlichen Fernzielen, 4,6 Millionen auf Kontinente außerhalb Europas, sagte Volkmer. In diesem Jahr werde eine Steigerung des Tourismus um vier Prozent erwartet.



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