Studie: Deutsche Urlauber gaben 2012 mehr Geld aus denn je

Einfach mal weg! Die Deutschen plagt das Fernweh - und um es zu bekämpfen, legen sie viel Geld auf den Tisch. 2012 gaben die Bundesbürger laut einer Studie 914 Euro pro Person und Reise aus - das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr.

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Kap Finisterre: Deutsche gaben 2012 für Kurzreisen gut 20 Milliarden Euro aus

Berlin - In vielerlei Hinsicht mögen die Deutschen ja Sparfüchse sein. Aber wenn es ums Reisen geht, sitzt das Geld locker: Die Urlaubsausgaben erreichten im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert. Rund 63 Milliarden Euro gaben die Bundesbürger 2012 für Reisen von fünf Tagen und länger aus - vier Prozent mehr als im Vorjahr. Pro Person und Reise bedeutete das 914 Euro. Das ist das Ergebnis der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR), die auf der Reisemesse ITB in Berlin vorgestellt wurde.

Dazu kommen Ausgaben für Kurzreisen von gut 20 Milliarden Euro. Stabil war das Gesamtvolumen von knapp 70 Millionen Urlaubsreisen, ein leichtes Wachstum gab es bei der Anzahl der Kurzreisen um 1,4 Millionen auf nun knapp 80 Millionen.

Auch für 2013 sind die Aussichten laut FUR positiv. "55 Prozent der Bundesbürger haben bereits feste Urlaubspläne, nur 12 Prozent wollen sicher nicht verreisen", sagte FUR-Studienleiter Martin Lohmann. Die Reiseausgaben sollen stabil bleiben. Die meisten wollen genauso viel ausgeben wie 2012.

Entgegen dem langjährigen Trend zu immer kürzeren Urlauben ist die durchschnittliche Reisedauer 2012 nicht weiter zurückgegangen. Verreisten die Deutschen im Jahr 2000 noch 13,8 Tage, waren es 2011 gerade einmal noch 12,4. 2012 betrug der Wert dagegen wieder 12,6 Tage.

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Wenig Bewegung gab es im vergangenen Jahr bei den Reisezielen. 31 Prozent aller Urlaubreisen gingen nach Deutschland, dahinter folgten Spanien, Italien, die Türkei und Österreich. Die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in vielen Ländern hatten laut FUR bislang keine Auswirkungen auf die Reisebranche als Ganzes, wohl aber auf die Ziele. Trotz aller Reisefreude sind die Deutschen laut FUR sensibel für politische und wirtschaftliche Unsicherheiten in den Zielländern. Zu den Verlierern zählten Griechenland, Ägypten und Tunesien. Profiteure seien die Türkei und Spanien.

Die meisten Deutschen bleiben jedoch im Urlaub zu Hause. Das gilt für 31 Prozent aller Urlaubsreisen, wie die FUR-Analyse ergab. Und: Bei immer mehr Ausländern ist Deutschland als Reiseland beliebt. "Im europäischen Vergleich ist das Preis-Leistungsverhältnis unschlagbar", sagte DZT-Chefin Petra Hedorfer.

Darum gewinne auch Shoppingurlaub hierzulande an Popularität. Der Einzelhandel verbuchte 1,5 Milliarden Euro Umsatz durch ausländische Gäste von außerhalb der EU, die umsatzsteuerfrei einkaufen können. Das entspricht einem Plus von 46 Prozent. Unter den Touristen, deren Anzahl sprunghaft angestiegen ist, sind Russen, Araber und Schweizer, aber auch Chinesen.

68,8 Millionen Übernachtungen ausländischer Besucher waren es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes insgesamt - auch das ist ein Rekord. Das deutliche Plus von 8,1 Prozent brachte 2012 einen Wachstumsschub für das Reiseland Deutschland, wie Hedorfer sagte.

jus/dpa

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1. Kein Wunder ...
karlsiegfried 08.03.2013
... bevor es die Inflation auffrisst und man als Pflegefall nicht mehr reisen kann.
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