Rom: Touristen können im Vatikan nicht mehr mit Karte zahlen

Bargeld lacht. Auch im Vatikan. Im kleinsten Staat der Welt werden die Kredit- und EC-Karten der Touristen vorerst nicht mehr akzeptiert. Damit soll Geldwäsche verhindert werden. Die katholische Kirche möchte ihr Reich transparenter gestalten.

Sixtinische Kapelle: Besucher müssen hier seit Jahresbeginn mit Bargeld zahlen Zur Großansicht
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Sixtinische Kapelle: Besucher müssen hier seit Jahresbeginn mit Bargeld zahlen

Rom - Touristen können seit Jahresbeginn im Vatikan nicht mehr mit Kredit- oder EC-Karten bezahlen, sondern nur noch in bar. Die italienische Zentralbank hat die Zahlung mit elektronischen Zahlungsmitteln vorläufig ausgesetzt und beruft sich dabei auf Anti-Geldwäsche-Vorschriften, wie mehrere italienische Zeitungen berichteten.

Das einstweilige Verbot gilt nicht nur für den Supermarkt im Vatikan, die Post und die Münzläden. Der Eintritt für die bei den Touristen besonders beliebten Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle kann ebenfalls nicht mehr elektronisch beglichen werden.

Akzeptiert werden nur noch die Kreditkarten der Vatikanbank IOR. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi versicherte jedoch, es werde schon bald wieder möglich sein, im Vatikan auf elektronischem Wege zu bezahlen. Die Verträge einiger Geschäfte des Vatikanstaats mit einem externen Finanzdienstleister für die elektronische Abwicklung seien ausgelaufen. Verhandelt werde mit mehreren neuen Anbietern, so Lombardi.

Der Vatikan arbeitet seit langem daran, sein Finanzwesen transparenter zu machen und die internationalen Anforderungen im Kampf gegen Geldwäsche und Finanzierung von Terrorismus zu erfüllen.

dpa/dkr

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