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Billig-Airline

Streik deutscher Ryanair-Mitarbeiter hat begonnen

Ryanair-Passagiere müssen in den kommenden Stunden mit Flugausfällen und Verspätungen rechnen: Seit 3.01 Uhr streiken deutsche Mitarbeiter der Billig-Airline.

HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Ryanair-Schalter in Berlin-Schönefeld

Mittwoch, 12.09.2018   05:39 Uhr

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Deutsche Mitarbeiter der irischen Billig-Airline Ryanair haben in der Nacht zum Mittwoch einen 24-stündigen Streik begonnen. Sie folgten damit einem Aufruf der Gewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC) und Ver.di und legten ihre Arbeit nieder, wie eine Ver.di-Sprecherin am Mittwochmorgen in Frankfurt am Main sagte. Der Ausstand soll bis Donnerstag um 02.59 Uhr anhalten.

Ryanair-Passagiere in Deutschland müssen deshalb mit Flugausfällen und Verspätungen rechnen. Gestreikt wird an zwölf deutschen Standorten des größten europäischen Billigfliegers (was Passagiere jetzt wissen müssen, erfahren Sie hier).

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Bei dem Arbeitskampf geht es um erstmalig abzuschließende Tarifverträge für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Ryanair bezeichnet die Streiks als unnötig und verweist auf laufende Verhandlungen mit den Gewerkschaften. Das Unternehmen drohte am Dienstag mit einem Stellenabbau in Deutschland, sollte es weitere Arbeitskampfmaßnahmen geben.

Ryanair hatte nach der Ankündigung 150 von 400 geplanten Flügen von und nach Deutschland gestrichen und nach eigenen Angaben alle betroffenen Passagiere darüber informiert. Die übrigen Flüge fänden statt, hatte Organisationschef Peter Bellew noch am Dienstag gesagt.

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Insgesamt fliegt Ryanair zu 19 Flughäfen in Deutschland. Auf dem Flughafen Köln-Bonn wurden nun etwa 20 der insgesamt 56 Ryanair-Flüge annulliert, wie der Flughafen mitteilte. Auf dem Flughafen Frankfurt fielen nach Angaben einer Ver.di-Vertreterin am Mittwochmorgen fünf von zehn Ryanair-Flügen aus. Bis zu 50 Beschäftigte folgten demnach am Morgen dem Streikaufruf an dem Airport. Eine Ver.di-Sprecherin auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld sprach am Mittwoch von einer "hohen Streikbereitschaft". Demnach fanden sich am frühen Morgen bereits viele Beschäftigte zu dem Ausstand am Airport ein.

aar/dpa/AFP

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