Ärger auf Reisen Kreuzfahrer bekommen Schlichtungsstelle

Reisende per Schiff bekommen Hilfe bei Streitigkeiten mit ihrer Reederei. Künftig wird die SÖP auch für Kreuzfahrt- und Fährfahrtgäste zuständig sein. Für die Verbraucher ist das Schlichtungsverfahren kostenlos.


Berlin - Wer bei seinem Urlaub auf dem Wasser Probleme hatte, kann sich künftig auch an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) wenden. Sie ist nun auch zuständig für Streitigkeiten zwischen Reisenden und Schifffahrtsunternehmen.

Das Bundesverkehrs-Ministerium und das Bundesverbraucher-Ministerium erkannten die Stelle als geeignet dafür an, wie Letzteres am Donnerstag in Berlin mitteilte. Alle im Verband Deutscher Reeder organisierten Unternehmen nehmen demnach an der Schlichtung teil.

Im Mittelpunkt stehen laut Ministerium Streitigkeiten über Fahrgastrechte im See- und Binnenschiffsverkehr. Aber auch Verlust, Beschädigung oder verspätete Lieferung von Reisegepäck könnten Gegenstand einer Schlichtung sein. Voraussetzung ist, dass ein unzufriedener Reisender sich zunächst direkt an das Unternehmen wendet. Kommt es zu keiner Einigung, kann die Schlichtungsstelle angerufen werden. Das Verfahren ist für Verbraucher kostenlos.

Die SÖP ist bisher vor allem tätig für Streitigkeiten zwischen Bahn- und Busgesellschaften und ihren Kunden. Auch für Probleme auf Flügen ist sie eigentlich zuständig, allerdings nahmen bisher nur vereinzelte Airlines an den Verfahren teil. Ab 1. November soll daher neue Schlichtungsstelle eingerichtet werden, ein Gesetzentwurf hatte am vergangenen Freitag den Bundestag passiert. Laut Bundesjustizministerium haben sich die großen deutschen und ausländischen Fluglinien zur Mitarbeit bereit erklärt.

jus/AFP

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