Entgleister Zug Bahnverkehr in Schleswig-Holstein behindert 

In weiten Teilen Schleswig-Holsteins ist der Bahnverkehr lahmgelegt. Grund dafür ist ein entgleister Zug bei Elmshorn. Einige Strecken könnten für mehrere Tage betroffen sein.

Entgleister Regionalzug
DPA

Entgleister Regionalzug


Ein entgleister Regionalzug in Elmshorn hat den Bahnverkehr in weiten Teilen Schleswig-Holsteins lahmgelegt. Betroffen sind die Strecken in Richtung Sylt, Flensburg und Neumünster, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte. "Etliche Hundert Züge sind davon betroffen." Die Bergungsarbeiten würden voraussichtlich mindestens zwei Tage dauern.

Der Regionalzug war am Mittwochmorgen am Bahnhof der Stadt nahe Hamburg aus unbekannter Ursache entgleist. Zwei Waggons sprangen nach Angaben der Bahn aus den Gleisen. Nach ersten Erkenntnissen wurde dabei eine Zugbegleiterin verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Über verletzte Fahrgäste war nichts bekannt. Der Zug war auf der Fahrt von Hamburg-Altona nach Westerland auf Sylt.

kry/dpa



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theroadtoutopia 15.11.2017
1. Ich werd' zum Wackeldackel
Man kann ob dieser Strecke (bezüglich der anderen habe ich keine Erfahrung) nur noch dauerhaft den Kopf schütteln. Ich fuhr dieses Jahr 2 Mal von Hamburg bis Niebüll (Mai und September) und später wieder zurück (Juni und September). Kein einziges Mal (in Zahlen: 0 Mal) kam ich auch nur annähernd pünktlich an. Die Verspätungen betrugen zwischen 35 und 80 Minuten. bei der letzten Rückfahrt endete der Zug wegen Streckenbauarbeiten in Elmshorn. Dies erfuhr man während der Fahrt. Man musste sich dann irgendwie nach Hamburg-Altona durchschlagen. Gewarnt durch die Erfahrungen im Mai/Juni fuhr ich extra zwei Fähren früher, als laut Fahrplan nötig, von Amrum aus los, so dass ich meinen ICE in Hamburg noch erreichen konnte, aber auch nicht viel Spielraum blieb. Mir tun die Personen leid, die dieses Desaster nun seit zwei Jahren regelmässig erleben, weil sie Berufspendler oder Schüler sind. Als ich den Zugbegleiter auf dieser Rückfahrt im September ansprach und meinte, dass die ganzen Probleme hoffentlich nächstes Jahr irgendwie erledigt sein werden, bezweifelte jener das. Er erklärte mir die Gesamtsituation. Eigner der Züge ist das Land Schleswig-Holstein. Die Wartung der Züge wurde an eine Firma gegeben und der Betrieb an die DB, die wiederum die Züge seitens der Wartungsfirma gestellt bekommt. Das gibt extrem viele Reibungspunkte. Zusätzlich sei die Strecke - freundlich gesagt - vielerorts nicht in gutem Zustand, was Zusatzprobleme ergibt. Das ganze Theater wird wohl noch ein Weilchen so gehen...
quantumkosh 15.11.2017
2. Diese Strecke ist eh eine Katastrophe...
...und dem Blutdruck gar nicht förderlich, ich fahre diese Strecke schon eine Weile, unglücklicherweise sind auf dieser, doch recht kurzen Strecke Verspätungen von 30+ Minuten unbedingt die Regel denn die Ausnahme, in den letzten ~4 Wochen hatte ich allerdings immerhin das unglaubliche Glück abends ganze 2 (ZWEI) mal pünktlich anzukommen, ansonsten summiert sich die Gesamtverspätung (durch um ein paar Minuten verpasste Busse und >20 Minuten Wartezeit) meist auf 1-1 Stunde 40 Min. Ein Armutszeugnis.
Stäffelesrutscher 15.11.2017
3.
So sieht es aus in einem Land, das auf subventionierte Regionalflugplätze, Airbus-Bestellungen, Betrugsdieselhersteller und Autobahnen stolz ist.
jujo 15.11.2017
4. ...
"Das Beste im Norden sind unsere privaten Bahnbetreiber und die zugehörige Infrastruktur!"
der IV. Weg 15.11.2017
5. privat ist nicht das Problem
In der Schweiz sind viele Bahnen quasi privat (oft Kanton Miteigentümer) und trotzdem: beste Pünktlichkeit weltweit. Das Problem sind die Strukturen (Aufsicht, usw.) ! Vielleicht einfach abschauen ? :)
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