Sydney - Australien-Reisende geraten ins Schwärmen, wenn sie an die Weiten des Outbacks denken, an eine fast menschenleere Region. Einem Schweizer Ehepaar jedoch ist die einsame Landschaft zum Verhängnis geworden. Es war nach einer Autopanne drei Tage lang auf sich allein gestellt. Die beiden 61 und 62 Jahre alten Touristen machten sich am Samstag bei sengender Hitze zu Fuß auf den Weg, um Hilfe zu suchen. Doch dauerte es bis Dienstag, bis ihnen die erste Menschenseele über den Weg lief.
Zwei Einheimische entdeckten die beiden und nahmen sie nach Kununurra mit, wo sie im Krankenhaus untersucht wurden. "Bei dem Wetter drei Tage draußen zu sein, ist schon belastend", sagte Polizeisprecher Samuel Dinnison dem Sender ABC News. "Aber sie waren guter Dinge." Die Polizei hatte eine Suchanzeige veröffentlicht. Das Hotel der beiden in Kununurra hatte Alarm geschlagen, als sie am Sonntag nicht wie geplant auscheckten.
Die Touristen waren in der Wildnis von Kimberley im Norden Australiens, rund 800 Kilometer südwestlich von Darwin, mit einem Geländewagen unterwegs. Am Samstag blieben sie mit dem Fahrzeug rund 100 Kilometer westlich von ihrem Hotel stecken.
Sie machten sich auf den Weg entlang des Pentecost-Flusses. Die Region ist aber abgelegen und praktisch unbewohnt. "Wenn sie ein Ortungsgerät dabei gehabt hätten, wäre das Signal von einem Satelliten aufgefangen worden und wir hätten ihre Position genau bestimmen können", sagte ein Polizeisprecher.
jus/dpa
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