Schwere Rostschäden: Bahnstrecke Berlin-Halle bleibt bei Bitterfeld gesperrt

Schlechte Nachrichten für Bahnfahrer in Sachsen-Anhalt: Ein 15 Kilometer langer Gleisabschnitt bei Bitterfeld bleibt weiterhin gesperrt. Grund hierfür sind laut Eisenbahn-Bundesamt starke Durchrostungen - die Stabilität der Gleise sei gefährdet.

Rostschäden bei der Bahn: Das Unternehmen wollte Vertrauen zurückgewinnen Zur Großansicht
DPA

Rostschäden bei der Bahn: Das Unternehmen wollte Vertrauen zurückgewinnen

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Halle - Bahn-Kunden haben allen Grund zum Ärger. Der seit Anfang August gesperrte Gleisabschnitt der Strecke Berlin-Halle bei Bitterfeld bleibt weiterhin unbefahrbar. Das Eisenbahn-Bundesamt hat den Bahnbetrieb "bis auf weiteres untersagt", hieß es am Dienstag. Als Grund wurden sicherheitsrelevante Schäden am Unterbau genannt - die rund 15 Kilometer lange Strecke ist völlig durchrostet.

Der Gleisabschnitt bereitet seit Jahren Ärger: 1991 erbaut, wurden die ersten schweren Rostmängel schon 2004 festgestellt. Die Deutsche Bahn reagierte mit einer Reduzierung der Geschwindigkeit von anfangs 160 auf 50 km/h.

Als das Unternehmen die Züge mit 30 km/h über die Schienen fahren lassen wollte, schickte die Bonner Aufsichtsbehörde Ermittler. Ihnen eröffnete sich ein gruseliges Bild: Die Schienen hingen an einigen Stellen bereits frei in der Luft - der Unterbau war völlig weggerostet. Im schlimmsten Fall hätte es zu einem Gleisbruch kommen können - mit unabsehbaren Folgen für den Kunden.

Wann die Sanierung der Strecke erfolgt und wie viel sie kostet, ist ungewiss. Die Regierung von Sachsen-Anhalt hat wegen der Stilllegung des Streckenabschnitts der Bahn mit finanziellen Forderungen gedroht. "Die anhaltende Sperrung ist völlig inakzeptabel", sagte Verkehrsminister Thomas Webel.

Laut "Stuttgarter Zeitung" erhält die Deutsche Bahn jedes Jahr allein 2,5 Milliarden Euro Steuergelder dafür, dass Gleise, Weichen und Bahnhöfe im ordentlichen Zustand bleiben. 500 Millionen Euro soll die Bahn selbst in die Instandhaltung stecken, dies regelt die sogenannte Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen Bahn und Bund.

Dem Zeitungsbericht zufolge nehmen die Zweifel zu, dass die Konstruktion funktioniert und dass das Steuergeld tatsächlich effizient an den richtigen Stellen eingesetzt wird. Kritiker befürchten, dass zu viele Subventionen in die Kassen des Ex-Monopolisten fließen.

lei/dapd

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1. Rost? Wo?
roquefort 14.08.2012
Das Bild zeigt wohl eher ein paar Meter totes Gleis aus Kaisers Zeiten als den tatsächlichen Zustand der Strecke Berlin-Halle (http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Berlin%E2%80%93Halle)? Und der "Unterbau" einer Bahnstrecke besteht aus dem Sandkörper des Bahndamms, Brücken und ähnlichen Kunstbauten. Rostgefahr eher gering. Was für ein Teil der Konstruktion ist denn nun dort genau weggerostet? Schienen, Schwellen und Schotter sind der "Oberbau (http://de.wikipedia.org/wiki/Oberbau_%28Eisenbahn%29)". Das eigentlich Bemerkenswerte an dem ganzen Vorgang scheint mir die geringe Haltbarkeit der erst ziemlich frisch renovierten Strecke zu sein. Aha. Aus anderer Quelle (http://www.boulevard-baden.de/ueberregionales/wirtschaft/2012/08/14/rost-legt-bahn-lahm-von-hartmut-reichardt-534617/) geht hervor, dass eine neuartige Bauweise für den jetzt stillgelegten Streckenabschnitt gewählt wurde, bei der Y-Stahlschwellen (http://www.gleisbau-welt.de/site/material/material_y_stahlschwellen.html) auf einem Asphaltbett verbaut wurden. Zur Schalldämmung wurden diese Schwellen noch mit Platten abgedeckt. Dadurch konnten die Schwellen nicht zügig abtrockenen und sind jetzt verrostet. Abriß und Neubau. :)
2. Hallo Forist roquefort,
burghard42 15.08.2012
Zitat von roquefortDas Bild zeigt wohl eher ein paar Meter totes Gleis aus Kaisers Zeiten als den tatsächlichen Zustand der Strecke Berlin-Halle (http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Berlin%E2%80%93Halle)? Und der "Unterbau" einer Bahnstrecke besteht aus dem Sandkörper des Bahndamms, Brücken und ähnlichen Kunstbauten. Rostgefahr eher gering. Was für ein Teil der Konstruktion ist denn nun dort genau weggerostet? Schienen, Schwellen und Schotter sind der "Oberbau (http://de.wikipedia.org/wiki/Oberbau_%28Eisenbahn%29)". Das eigentlich Bemerkenswerte an dem ganzen Vorgang scheint mir die geringe Haltbarkeit der erst ziemlich frisch renovierten Strecke zu sein. Aha. Aus anderer Quelle (http://www.boulevard-baden.de/ueberregionales/wirtschaft/2012/08/14/rost-legt-bahn-lahm-von-hartmut-reichardt-534617/) geht hervor, dass eine neuartige Bauweise für den jetzt stillgelegten Streckenabschnitt gewählt wurde, bei der Y-Stahlschwellen (http://www.gleisbau-welt.de/site/material/material_y_stahlschwellen.html) auf einem Asphaltbett verbaut wurden. Zur Schalldämmung wurden diese Schwellen noch mit Platten abgedeckt. Dadurch konnten die Schwellen nicht zügig abtrockenen und sind jetzt verrostet. Abriß und Neubau. :)
Danke für den Hinweis auf die eigentliche Nachricht/Quelle. Ich habe nach dem Foto auch meine Zweifel gehabt,wie man auf so einer uralten Strecke 160 km/h fahren kann,vom Rost als weiteres Indiz und den verbauten Holz-Schwellen.......... Nun ja,insgesamt schlecht recherchiert
3. Hallo Forist roquefort,
burghard42 15.08.2012
Zitat von roquefortDas Bild zeigt wohl eher ein paar Meter totes Gleis aus Kaisers Zeiten als den tatsächlichen Zustand der Strecke Berlin-Halle (http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Berlin%E2%80%93Halle)? Und der "Unterbau" einer Bahnstrecke besteht aus dem Sandkörper des Bahndamms, Brücken und ähnlichen Kunstbauten. Rostgefahr eher gering. Was für ein Teil der Konstruktion ist denn nun dort genau weggerostet? Schienen, Schwellen und Schotter sind der "Oberbau (http://de.wikipedia.org/wiki/Oberbau_%28Eisenbahn%29)". Das eigentlich Bemerkenswerte an dem ganzen Vorgang scheint mir die geringe Haltbarkeit der erst ziemlich frisch renovierten Strecke zu sein. Aha. Aus anderer Quelle (http://www.boulevard-baden.de/ueberregionales/wirtschaft/2012/08/14/rost-legt-bahn-lahm-von-hartmut-reichardt-534617/) geht hervor, dass eine neuartige Bauweise für den jetzt stillgelegten Streckenabschnitt gewählt wurde, bei der Y-Stahlschwellen (http://www.gleisbau-welt.de/site/material/material_y_stahlschwellen.html) auf einem Asphaltbett verbaut wurden. Zur Schalldämmung wurden diese Schwellen noch mit Platten abgedeckt. Dadurch konnten die Schwellen nicht zügig abtrockenen und sind jetzt verrostet. Abriß und Neubau. :)
Danke für den Hinweis auf die eigentliche Nachricht/Quelle. Ich habe nach dem Foto auch meine Zweifel gehabt,wie man auf so einer uralten Strecke 160 km/h fahren kann,vom Rost als weiteres Indiz und den verbauten Holz-Schwellen.......... Nun ja,insgesamt schlecht recherchiert Und: wer weiß,wo diese Bauart auf offener Strecke noch überall Einzug gehalten hat ohne ausreichenden Schutz vor Korrosion und mangelnde Entwässerungsvorrichtungen im Gleisbett. Das wird wohl nicht die einzigste Strecke dieser Bauart sein
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