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Sicherheit: Schwesterschiff der "Costa Concordia" verweigert ADAC-Test

Brandschutz, Stabilität und Sicherheitsmanagement wollte der ADAC bei zehn Kreuzfahrtschiffen im Mittelmeer überprüfen. Alle Kapitäne kooperierten mit den Autoclub-Testern - bis auf ausgerechnet den eines Schwesterschiffs der verunglückten "Costa Concordia".

"Costa Serena" in Italien: Schiffsleitung verweigerte Kooperation mit ADAC-Testern Zur Großansicht
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"Costa Serena" in Italien: Schiffsleitung verweigerte Kooperation mit ADAC-Testern

München - Fünf Kreuzfahrtschiffe der "Concordia"-Klasse hat die italienische Reederei Costa Crociere bauen lassen - eins davon hatte im Januar einen Felsen vor der italienischen Insel Giglio gerammt und liegt seitdem havariert vor der Küste. Ein halbes Jahr nach dem Unglück mit 32 Toten wollte der ADAC wissen, wie es um die Sicherheit auf Kreuzfahrtschiffen im Mittelmeer bestellt ist.

Bei den Stichproben auf zehn Ozeanriesen standen auch zwei der Schwesterschiffe des Unglücksliners "Costa Concordia" auf der Prüfliste. Doch bei einem, der 4880 Personen fassenden "Costa Serena", hat die Crew den Testern des Autoclubs die Zusammenarbeit verweigert. Nach Angaben des ADAC konnten dort ohne Unterstützung der Schiffsleitung wichtige Kriterien zu Brandschutz, Sicherheitsmanagement sowie Konstruktion und Stabilität nicht überprüft und somit nicht bewertet werden.

Bei der in diesem Jahr getauften "Costa Fascinosa" hingegen sowie den anderen acht Kreuzfahrtriesen konnten die ADAC-Tester alle Punkte ihrer Checkliste abhaken. Die Ergebnisse seiner Stichprobe will der Club am Dienstag in München bekanntgeben. Die Reederei Costa Kreuzfahrten in Hamburg war für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen.

abl/dpa

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