Sidney statt Sydney 21-Jähriger fliegt ins kalte Montana statt nach Australien

Scroll, schwups, klick – und schon ist der Flug im Internet gebucht. Doch die Vorfreude auf seine Freundin im fernen Australien hat einen Brandenburger verwirrt. Statt im brütend heißen Sydney landete er im winterlichen Bergbaustädtchen Sidney in Montana – in den USA.


Berlin - Am Ende einer langen Reise trennten Tobi Gutt und seine Freundin Laura immer noch 13.000 Kilometer – der 21-Jährige aus Treuenbrietzen in Brandenburg hatte sich bei der Buchung seines ersten Fluges überhaupt im Internet vertippt. Statt Sydney, dem Wohnort seiner Freundin, schrieb und buchte er Sidney, berichtet die "Bild"-Zeitung. Gekleidet in T-Shirt und Shorts und damit bestens vorbereitet für den australischen Sommer, bestieg er in Berlin das Flugzeug für einen vierwöchigen Urlaub in der Ferne.

Tatsächlich landete er zunächst in Portland, Oregon und wurde dort in eine kleine Propeller-Maschine gesetzt. "Ich hab mich zwar gewundert", sagte Tobi der "Bild", "aber nicht getraut, etwas zu sagen." Erst als er in Billings, in den verschneiten Bergen von Montana, ausstieg und in eine weitere kleine Maschine in das kleine Bergbau-Städtchen Sidney umsteigen sollte, beschwerte er sich.

Der Brandenburger musste dann allerdings noch drei Tage in Billings ausharren, bis er die 600 Euro für einen weiteren Flug nach Australien von seiner Familie aus Deutschland erhielt. "Ich hatte den Fehler nicht bemerkt", sagte seine Mutter zur Nachrichtenagentur Reuters, "normalerweise kennt er sich mit Computern aus." Sein geografisches Wissen sollte Tobi allerdings noch ein bisschen aufpolieren – damit ihn seine nächsten Flüge nicht wieder in die Irre führen.

abl



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