Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

19 Stunden Reisedauer: Singapore Airlines stellt längsten Passagierflug der Welt ein

Die Kosten für einen 17.000-Kilometer-Flug sind zu hoch: Singapore Airlines stellt im November die Direktverbindung zwischen Newark und Singapur ein. An Bord hatten nur 100 Passagiere Platz - für alle standen Business-Class-Sitze bereit.

Singapore Airlines: Aus für Mega-Langstrecke Fotos
AP

Ein Rekordflug, der Singapore Airlines reichlich Prestige einbrachte, ist bald Geschichte. Im November wird zum letzten Mal ein Airbus A340 der Fluggesellschaft von Singapur nach Newark in der Nähe von New York fliegen. 19 Stunden dauerte die Reise normalerweise, mit 16.700 Kilometern handelte es sich um den längsten Direktflug, der kommerziell angeboten wurde. Zielgruppe waren vor allem hochrangige Geschäftsreisende, an Bord befanden sich ausschließlich Business-Class-Sitze für 100 Fluggäste.

"Es ergab keinen Sinn, damit weiterzumachen", sagte Siyi Lim, Wirtschaftsexperte aus Singapur, dem Nachrichtendienst Bloomberg. "Das Flugzeug verbrennt eine Menge Benzin, transportiert aber wenige Passagiere". In den vergangenen zehn Jahren hatte sich der Ölpreis vervielfacht.

Auch der zweitlängste Passagierflug der Welt ist nun Geschichte. Am Dienstag landete eine Maschine der gleichen Fluggesellschaft nach einem 17-stündigen Flug aus Singapur in Los Angeles. Auch diese Verbindung wird nun nicht mehr angeboten.

Damit hat ab November Qantas den weitesten kommerziellen Nonstop-Flug im Angebot: Mit einer Boeing 747-400 werden die 13.800 Kilometer zwischen Sydney und Dallas geflogen.

New-York-Reise dauert nun deutlich länger

Wer künftig mit Singapore Airlines von Singapur nach New York fliegen will, muss einen Zwischenstopp in Frankfurt einlegen, bevor es weiter zum Flughafen JFK in New York statt nach Newark geht.

Nicht nur der nun unumgängliche Stopp könnte eilige Geschäftsreisende verärgern: JFK ist laut einer Studie des Unternehmens Global Gateway Alliance der Flughafen in den USA, an dem Ausländer die längsten Verzögerungen bei der Einreise ertragen müssen. Rund zwei Stunden dauert die Wartezeit demnach im Durchschnitt.

Der Mega-Langstreckenflug nach Newark wurde im Juni 2004 eingeführt, zunächst mit Business- und Economy-Sitzen für 181 Fluggäste. Vier Jahre danach wurde die Kabine umgebaut, um weniger Passagieren mehr Komfort und Beinfreiheit bieten zu können. Vier Piloten wechselten sich im Cockpit ab, 14 Flugbegleiter waren an Bord, die unterwegs drei Mahlzeiten servierten. Return-Tickets kosteten laut aktuellen Buchungsangaben rund 11.200 US-Dollar (8100 Euro).

sto

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 44 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Der ganze Aufwand für 100 Passagiere rendiert nicht
Max Klee 25.10.2013
Wurde der Flug nicht eher rein aufgrund der mangelnden Nachfrage eingestellt? Mit 100 Passagieren kann man halt nicht zu einem grossen Jet greifen, der für solch eine Strecke vielleicht besser geeignet wäre. Ausserdem waren die Lohnkosten auch höher als bei anderen Flügen, ich weiss nicht wie viel zwei zusätzliche Piloten für 19 Stunden Flugzeit + Zuschläge verdienen aber das dürfte sich wohl ziemlich aufsummieren.
2. Wer möchte sich so etwas antun?
Gluehweintrinker 25.10.2013
Schon 13,5 Stunden von Frankfurt nach Buenos Aires empfinde ich als Horrortrip, auch in Australien war ich noch nie, weil ich zwei Langstreckenflüge nacheinander nur ungern absolvieren würde. Aber 19 Stunden in so einer Röhre? Wie schon der Betreiber bermerkte: je länger der Flug, desto mehr Treibstoff muss in die Tanks, umso schwerer ist das Flugzeug und das bedeutet extrem hohen Kerosinverbrauch im ganzen, verglichen mit einer zweistufigen Reise. Die Katze beißt sich in den Schwanz. Es gibt eine Balance zwischen Komfort und Profitabilität. Die Vernunft gebietet die Einstellung dieses Irrsinnstrips. Gut so.
3.
harrosurfjoker 25.10.2013
Moin, Zoll ist am JFK vermutlich eher nicht der Grund für Verzögerungen, sondern die Beamten an der Immigration, wo nicht immer alle Schalter geöffnet sind.... Gruss Harro
4. Wer nicht bescheuert ist, meidet US-Flughäfen als Transit...
zensorsliebling 25.10.2013
weil die Amis sich, in ihrer unendlichen geistigen Beschränkung, ja wohl nicht vorstellen können, dass nicht jeder der dort landet auch einreisen will. Kein Transitbereich bedeutet, dass man sich 2 nutzlose Male einer schizophrenen Sicherheitsüberprüfung aussetzen muss. Wo gibt so einen Blödsinn eigentlich noch?
5. @Redaktion
michel7810 25.10.2013
"...muss einen fünfstündigen Zwischenstopp in Frankfurt einlegen, bevor es weiter zum Flughafen JFK in New York statt nach Newark geht." Der Aufenthalt in Frankfurt bei der Zwischenlandung dieses Fluges beträgt keine fünf sondern etwas weniger als zwei Stunden.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Check-in-Schalter, Startbahn, Terminal: Weltweit bestehen Airports aus den immer gleichen Elementen - und sind doch so verschieden. Wie gut kennen Sie die Kathedralen der Globetrotter? Beweisen Sie Ihre Jetset-Tauglichkeit im Flughafen-Quiz!

Fotostrecke
Skytrax-Ranking: Die besten Airlines der Welt