"Spaceport America": Richard Branson weiht Weltraumflughafen ein

Champagnertaufe für den Spaceport: Der britische Unternehmer Richard Branson hat den ersten kommerziellen Weltraumflughafen eröffnet. Unter den Gästen waren 150 Menschen, die einen Flug gebucht haben - und eine echte Weltraum-Legende.

"Spaceport America": Ein Weltraumbahnhof für Touristen Fotos
AFP

Santa Fe - Der Chef seilte sich vom Hangar ab und zerschlug eine Champagnerflasche: Mit einer sportlichen Einlage hat der britische Milliardär Richard Branson am Montag den weltweit ersten kommerziell genutzten Weltraumflughafen eingeweiht. Bei der Feier auf dem Gelände des neuen "Spaceport America" in der Wüste des US-Bundesstaats New Mexico stand er zusammen mit mehreren Akrobaten im Mittelpunkt der Show.

Der exzentrische Unternehmer mit dem wallenden weißen Haar plant mit seiner Firma Virgin Galactic kommerzielle Flüge in den Weltraum. Das gut 10.000 Quadratmeter große Hangar-Gebäude sei "wie aus einer anderen Welt", schwärmte Branson in einer Rede, 3,2 Kilometer ist die Startbahn lang.

Unter den Gästen waren nach Angaben des Unternehmens 150 Menschen, die bereits einen Weltraumflug reserviert haben. Insgesamt verkaufte Virgin Galactic bislang 430 Tickets zum Preis von je 200.000 Dollar (rund 145.000 Euro). Der zweieinhalbstündige Flug soll mehrere Minuten Schwerelosigkeit bieten und Ausblicke auf die Erde, die bislang Astronauten vorbehalten waren. Die Gäste konnten am Montag einen Testflug des Raumschiffs "WhiteKnightTwo" beobachten. Unter den Einweihungsgästen war auch der frühere US-Astronaut Buzz Aldrin, der als zweiter Mensch den Mond betrat.

Branson hatte im September angekündigt, er wolle in zwölf Monaten die ersten kommerziellen Weltraumflüge anbieten. Das Mutterschiff sei fertiggestellt, und die Raketentests liefen sehr gut, sagte er seinerzeit. Den ursprünglichen Zeitplan musste Virgin Galactic längst aufgeben - einst hatte Branson verkündet, schon im Jahr 2007 würde der erste Passagierflug starten. "Wir wollen sicher sein, dass wir das Raumschiff durch und durch getestet haben, bevor wir die Astronauten starten lassen, die den Flug gebucht haben", zitiert das "Wall Street Journal" den Unternehmenschef.

sto/AFP

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