Madrid - Spanien-Reisende sind seit Wochen mit Flugausfällen wegen des Pilotenstreiks konfrontiert. Auch am Freitag hat die Airline Iberia zahlreiche Flüge gestrichen. Wie das Unternehmen nach Angaben des spanischen Rundfunks mitteilte, annullierte es am Freitag 93 der 277 geplanten Verbindungen. Die Streiks, zu denen die Pilotengewerkschaft Sepla aufgerufen hatte, richten sich gegen die bevorstehende Gründung einer Billigfluggesellschaft durch Iberia.
Ein weiterer Ausstand sei für den 30. Januar geplant, hieß es. Dann würden 95 Flüge gestrichen. Alle Verhandlungen zwischen der Fluggesellschaft und Sepla blieben bislang ergebnislos.
Die Tochterfirma Iberia Express soll im März mit zunächst vier Maschinen vom Typ Airbus A320 den Betrieb aufnehmen. Sie werde sich auf Flüge innerhalb Spaniens und Europas spezialisieren, heißt es, so dass die Muttergesellschaft sich auf die lukrativen Transatlantikrouten konzentrieren kann. Bis Ende 2012 soll die Zahl der Flugzeuge auf 13 erhöht werden.
Auch in Belgien und Portugal müssen sich Touristen in den kommenden Tagen auf Streiks einstellen. Dort ist allerdings nicht der Luft-, sondern vielmehr der öffentliche Nahverkehr von Ausständen betroffen.
jus/dpa
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